Ich bin auf den Vogel gekommen

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Gefragt 19, Dez 2003 in Andere Sittiche von AndreasG (480 Punkte)
Hi Experten,
ich habe vor einer Wocher unerwartet einen Welli "geerbt".
Da ich nicht viel Ahnung von Vögeln habe brauche ich sicher ne Menge
Hilfe um es dem kleinen richtig schön zu machen.

Bin ich da bei euch richtig?

Andreas

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Beantwortet 19, Dez 2003 von Brigitte (131,540 Punkte)
Hallo Andreas,

herzlich willkommen hier im Forum! :wink:

Welche konkreten Fragen hast Du denn?

Wie alt ist der Welli, den Du "geerbt" hast? War der Vogel immer allein? Oder hatte er schon mal einen Partnervogel, der evtl. verstorben ist?

Einen Käfig mit Ausstattung hast Du wahrscheinlich gleich "mitgeerbt". Wie sieht denn der Käfig aus, und was ist dort alles an Zubehör drin?

Und mit was fütterst Du den Welli derzeit?

Erzähl' doch einfach mal, wie Du den Vogel derzeit hältst, und dann fallen uns bestimmt noch Anregungen zur Wellihaltung ein.

Ohne genaue Fragen könnte ich hier einen ganzen Roman schreiben; das wäre aber wohl langweilig.

Frag' doch einfach, was genau Dich zunächst mal besonders interessiert! Wir wissen auf fast alles eine Antwort und helfen Dir gerne weiter!

Viele Grüße
Brigitte :) :)
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Beantwortet 19, Dez 2003 von Bettina W (16,220 Punkte)
Hallo Andreas,

so ging es mir vor 2 Jahren auch. Kurz vor Weihnachten habe ich einen Welli bekommen. Da unserer damals krank war, haben wir ihn erst gesund gepflegt. Danach haben wir einen großen Käfig gekauft (ca. 90cm B, 50 cm T, ca 80 cm H) und einen 2. Welli aus dem Tierheim geholt. Mittlerweile sind wir bei 5 Wellis. Leider sind uns dieses Jahr auch schon 3 verstorben (auch unser geerbter) weil man halt bei Abgabevögeln nie so recht weiß wie alt sie sind. Dafür habe ich einem Welli noch ein schönes Zuhause gegeben.

Unsere dürfen den ganzen Tag im Wohnzimmer fliegen. Abends wird gefüttert und da gehen sie dann spätestens auch wieder rein. Bei uns geht abends automatisch eine Vogellampe (neonröhre) an. Kurz vor 10 dann eine dunklere und die Vogellampe geht dann um 10 uhr aus, so dass nur noch die dunklere brennt. das ist dann für sie das Zeichen auf die Schlafschauckeln zu gehen. Außerdem sehen sie noch etwas, falls wir mal nicht zu Hause sind und sie noch rumfliegen. Geht die Lampe auf einmal aus und sie fliegen noch, stürzen sie ab. Das ist uns ein paar Mal passiert, dass dan so ein Wellis auf dem Boden die ganze Nacht saß. so haben wir noch die dunklere Lampe genommen.

Unsere bekommen Futter von Futterkonzept (<!-- w --><a class="postlink" href="http://www.futterkonzept.de">www.futterkonzept.de</a><!-- w -->). Wichtig ist auch viel Obst und Gemüse (keine Petersilie, die kann giftig sein). Täglich wird auch das Wasser gewechselt. Das Wasser bekommen sie aus einer Metallschüssel, die man im Käfig einhängt. Das Futter bekommen sie auf Tonuntersetzern auf dem Käfigboden. Wir benutzen als Einstreu Buchenholzgranulat. Das hat den Vorteil, dass die Wellis, sollten sie mal krank sein, kein Sand fressen können und dann eventuell an einem Sandmagen sterben. Weil im Buchenholzgranulat kein Muschelgrit ist bekommen sie ihn aus einem Napf. Außerdem hängt noch eine Sepiaschale und ein Kalkstein mit Jod in dem Käfig.

Am allerwichtigsten ist es auf jeden Fall, ihm einen Partner zu gönnen, da Wellis Schwarmtiere sind und nie alleine gehalten werden sollen.

Jetzt habe ich so einiges geschrieben was mir so spontan einfällt, frage doch einfach mal konkreter nach, was du noch wissen willst.
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Beantwortet 19, Dez 2003 von AndreasG (480 Punkte)
Hi,

na dann will ich mal etwas berichten.

Das Posting hatte ich schon vor einer Woche getippt aber aus Zeitgründen noch nicht ins Board gestellt , also habe ich den Kleinen schon seit etwas über 2 Wochen.


Welche Grösse der Käfig hat habe ich nicht im Kopf, aber er ist so groß, dass der Welli locker von Stange zu Stange fliegen kann.
Da mir die original eingebauten Stangen aus Plastik nicht gefallen haben habe ich sie gegen Holzstangen ausgetauscht. Das Futter habe ich aus der Zoohandlung, soll eine Spezialmischung vom Züchter sein und wird immer frisch abgefüllt.

Wenn ich Grünfutter wie Petersielie Apfel oder Gurke füttere bekommt er noch am selben Tag Durchfall.

Der Vogel ist ca. 1 Jahr alt und hat immer allein gelebt. Er ist aber kein „Problemvogel“
Bis auf den fehlenden Partnervogel ging es ihm immer sehr gut.
Er ist recht zutraulich, kommt auf den Finger und fliegt seit einigen Tagen auch mal auf den Kopf. Aber er ist sehr schreckhaft. Wenn ich ihn auf den Finger setze und vom Käfig weggehe braucht es nur eine ruckartige Bewegung und er ist weg.

Seine grösste Liebe ist sein Spiegel. Klar das soll nicht gut sein aber ich kann Ihm das Teil nicht wegnehmen, er hat ihn ja sicher schon seit einem Jahr.

Eine Eigenartigkeit gibt es noch. Wenn ich ihn auf dem Finger habe kommt es manchmal vor, dass er seine Flügel leicht aufstellt eigenartig zittert und komisch gurrt. Ich habe schon mal überlegt, ob er eine getarnte Taube ist. Hat das was zu bedeuten?

Nächste Woche bekommt er einen Partner, da habe ich am Wochenende sicher noch 1000 Fragen, was ich zu beachten habe.

Viele Grüße
Andreas
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Beantwortet 19, Dez 2003 von Patti+5 (28,240 Punkte)
Hallo Andreas!

Schön dass du dich vorher informierst! Und besonders toll, dass er noch einen Partner bekommt! das ist sehr wichtig :)

Also noch besser als Holzstangen sind Naturäste, weil sie die Füßchen unterschiedlich belasten und somit Sohlenballengeschwüren vorbeugen. Außerdem sind sie kostenlos. Verwenden kannst du alle Obstbaumarten, Weide und Haselnuß. Die Äste sollten ungespritzt und nicht aus der Nähe von Straßen stammen. Man kann sie im Käfig zB mit Sisal festbinden.

Die Futtermischungen ausm Zoohandel sind meist ganz ok.

Den Spiegel solltest du auf alle Fälle sofort raus nehmen! Egal ob er das gewöhnt ist oder nicht! Du wirst ihm nen Gefallen damit tun, denn stell dir mal vor wie frustrierend es ist, wenn man versucht sein angebliches Gegenüber mit Füttern zur Sympathie zu bewegen und es kommt nie etwas zurück!

Das er das so kennt is kein Argument ;)

Also Grünzeug sollte er schon bekommen, wie sieht denn sein "Durchfall" aus? Ist es nur ein wenig weicher als sonst oder richtig dünnflüssig?

Wie schon beschrieben, solltest du ihn von einer Schale am Boden füttern und das wasser auch in einem Schälchen anbieten (obwohl ich hab damals im Käfig auch nen Trichter fürs Wasser benutzt, das ist wenigr ein Problem, wie das Futter ausm Trichter)

So mehr fällt mir grade net ein, aber wir sind jederzeit für Fragen offen! :)
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Beantwortet 19, Dez 2003 von Bettina W (16,220 Punkte)
Hallo,

schön dass du ihm einen Partner besorgen willst.

Ich würde dem Spiegel spätestens dann entfernen, wenn du den Neuen dazusetzt. Wenn du bald einen dazusetzten willst, kannst du ihn sicherlich auch solange drin lassen.

Petersilie solltest du nicht füttern. Gib ihm am Anfang nur wenig Grünzeugs, so dass er sich langsam daran gewöhnen kann. Hat er früher sowas nicht bekommen? Es kann schon sein, wenn er zuviel frisst, dass er dann Durchfall bekommt.

Als Stangen sollte man immer Naturzweige nehmen. Am besten sind welche von Obstbäumen, Birke oder Haselnuß. Wobei ich die von Apfelbäumen am liebsten nehme, die sind so schön unregelmäßig. Haselzweise habe ich auch drinnen, aber die sind mir eigentlich viel zu gerade.

Meine zittern auch manchmal, bei ihnen ist es aber unsicherheit oder Angst. Unsere sind nicht direkt handzahm, sie kommen nur für Kolbenhirse auf die Hand.

Ist der Welli ein Männchen oder ein Weibchen? 2 Mänchen sind kein Problem, auch W und M nicht. Nur 2 Weibchen sollte man nicht zusammensetzten, die verstehen sich meistens nicht so gut. Viele sagen ja, man sollte eine Quarantäne einhalten, aber ehrlich gesagt, habe ich das nicht gemacht. Wir haben unsere Neuen immer gleich dazugesetz und haben beobachtet, ob sie sich verstehen. Ich würde an deiner Stelle einen vom Züchter holen und nicht aus einer Zoohandlung. Da weiß man nicht so genau, wie sie gezüchtet wurden. Bei einem Züchter kannst du dich davon überzeugen, ob z.B. die Zuchtanlage sauber ist. Sag doch mal wo du herkommst, vielleicht kann dir ja hier jemand einen guten Züchter empfehlen.
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Beantwortet 20, Dez 2003 von Anonym
Hallo Andreas,

willkommen im HTC. :wink:
Schön, daß Dein Welli einen Partner bekommt. Mindestens zwei Wellensittiche sind die Grundvoraussetzung für eine annähernd artgerechte Haltung von Papageien, zu denen auch Wellensittiche gehören, jaaaaaa!!!

Du hast zwar richtig gedacht, daß Kunststoffstangen einfach Mist sind aber leider sind die gedrechselten Holzstangen nicht viel besser! :|

Am besten sind wirklich Naturäste. Wenn Du keine im Garten hast, versuche im Wald Birke oder Buche zu bekommen, neben den o.g. Arten.

Ich habe damals im Käfig immer versucht 1 oder 2 Äste im Käfig enden zu lassen, so daß sie frei schwingen. Das ist gelenkschonender als statische, festgebundene Äste.

Wenn er Dünnpfiff bekommt durch Grünzeugs, dann liegt es vielleicht daran, daß er vorher nie welches bekommen hat. Petersilie gebe ich gar nicht mehr; aber besonders gerne fressen unsere Wellis Salat, Apfel, Möhre und besonders gerne Vogelmiere. Beonders meine Henne Merli steht total auf Möhre; heute sah sie aus wie ne Sau, die sich grade gesult hat!!! :roll:

Woher bist Du denn? Vielleicht kann Dir jemand einen anständigen Züchter in Deiner Nähe vermitteln? :daumendrueck:
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Beantwortet 21, Dez 2003 von Twin2Towers (9,960 Punkte)
Hallo Andreas,

herzlich willkommen hier.

was Deine "Erbschaft" angeht, wäre ein Partnervogel nicht schlecht. Denn bisher hat er ja noch keinen gehabt, wie du schreibst.
Wäre doch ein schönes Weihnachtsgeschenk für EUCH ???

Naturholzstangen unterschiedlicher Stärke, Spiegel RAUS.
Was das Verhalten auf Deiner Hand angeht, so mit Rubbeln und Flügel ausbreiten, bedeutet: er ist geschlechtsreif und benutzt Deine Hand als Henne :lachweg:

Was das Grünzeug angeht: in Maßen nicht Massen.
Vitamine Mineralien snd sehr wichtig. Ein Jodpikstein, ein Mineralpikstein und das Futter würde ich mal einem Frischetest unterziehen.

Frischetest: mache mal Keimfutter:
nimm 1 Teelöffel des Futters in ein kleines Behältnis und lasse dies zugedeckt ca. 12 STd. in Wasser quellen.
Dann 3-4 mal durchspülen mit klarem wasser und nochmal 12 STd quellen lassen. Dann wieder gut durchspülen und ein kleines Gefäß mit einem Küchenkrepp auslegen und nochmal ca. 6-12 std. KEIMEN lassen.

In diesem STadium könnte es schon sein, daß schon Keimlinge versuchen, die "Nase" rauszustecken. Wenn man sehr viel Keime sehen kann, spätestens nach der Keimphase, ist das Futter wirklich frisch.

Diese gekeimten Körnchen beinhalten auch nun sich neu entwickelte Vitamine, und man kann es auch mal anstelle von Grünem Füttern.

DOCH VORSICHT: Keimfutter kann sehr schnell verpilzen; am besten zu sehen im Gegenlicht, wenn so weiße kleine Fäden nach oben wachsen.
Doch es wegzulassen, würde bedeuten, dem Welli Vitamine vorzuenthalten, die sich auf natürlichste Weise bilden.

Du siehst, es können wirkliche Romane entstehen, wenn man alles beschreiben will.
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Beantwortet 21, Dez 2003 von AndreasG (480 Punkte)
Hallo Ihr Lieben,

ich finde es super, wie Ihr mir Tipps weiterhelft. Was Futter und Unterbringung angeht scheine ich ja nicht viel falsch gemacht zu haben.

Nun soll also der zweite Vogel her.
Ich habe von einem Kollegen einen Züchter empfohlen bekommen, der züchtet schon seit 20 Jahren und einige seiner Vögel sind schon über 14 Jahre geworden. Einer ist sogar schon kurz vor der 15. Da werde ich am Montag gleich mal anrufen. Das einzige was mich an diesem Züchter stutzig macht ist dass er gesagt haben soll einen Welli kann man allein halten. Wenn er die Zweisamkeit nicht kennt, würde er die Einsamkeit auch nicht so wahrnehmen.

Wenn ich nun in den nächsten Tagen mit dem „Zweitvogel“ ankomme, wie gehe ich am besten vor. Einfach zu dem anderen setzen und gut?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, das die beiden sich nicht mögen?
Mein Vogel schein echt seinen eigenen Kopf zu haben. Wenn ich ein Spielzeug anfasse, mit dem er gerade spielt bekomme ich einen Hieb mit dem Schnabel, der selbst mir wehtut. Was ist wenn er dem anderen so seinen Willen aufdrücken will? Ich weis ja nicht wie das bei Wellis ist, aber mein Pieper war ja nun ein Jahr allein. Alles was im und am Käfig ist war seins. Wenn er nun teilen muss, kommt er damit klar?

Ich habe gelesen, dass man einen neuen Vogel immer erst einige Wochen im Käfig lassen soll damit er sich an die neue Umgebung gewöhnen kann. Wie mache ich das? Den „alten“ rauslassen und den neuen drin lassen? Ich kann ja den „alten“ Vogel nicht auch zur Käfighaft verdonnern. Der bestand schon vom dritten Tag auf seinen Freiflug und hat ihn auch bekommen.

Fragen über Fragen, aber ich denke mal, Ihr werdet mir schon helfen.

Viele Grüße
Andreas
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