Federrupfen

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Gefragt 17, Okt 2003 in Großpapageien, Aras, Kakadus von Kruemel (5,720 Punkte)
Hallöchen papageienliebhaber


Über die Ursachen und Maßnahmen zur Abhilfe des Federrupfen Langeweile, zu geringe Luftfeuchtigkeit und falsche Ernährung als Ursache.darüber hinaus Licht- und Luftmangel, ungenügende Bewegungsmöglichkeit, Verfettung und/oder eine Mangelerkrankung als mögliche Ursachen an.aber auch mangelnden Kontakt zu einer Bezugsperson oder die Ablehnung des menschlichen Pflegers, Parasitenbefall, Umweltbedingungen oder die Gesellschaft eines anderen federrupfenden Vogels an. man unterscheidet zwischen menschengeprägten Vögeln, bei denen der Verlust der Bezugsperson oder mangelnde Beschäftigung zum Rupfen führen kann, und papageiengeprägten Vögeln (Wildfängen), bei denen eine allzu intensive Zuwendung zum Dauerstress wird und damit das Federrupfen auslösen kann. Auch die eintretende Geschlechtsreife und das Fehlen eines Geschlechtspartners werden von Heidenreich als mögliche Ursachen benannt. Allerdings darf hier der Hinweis nicht fehlen, dass auch Juckreiz infolge von Hauterkrankungen schon frühzeitig als Auslöser für das Federrupfen genannt wird. Hauterkrankungen im allgemeinen, Mangelerkrankungen sowie Stoffwechselstörungen für Federausfall verantwortlich gemacht wurden . Als Therapiemöglichkeiten wurden das Anlegen eines Blechkragens und die Verabreichung von Nagehölzern empfohlen . Heute zielen die Maßnahmen in der Regel auf eine Umstellung der Lebensumstände, stärkere Zuwendung des Pflegers, Optimierung von Fütterung und Haltungsbedingungen, Anbieten von Beschäftigungsmöglichkeiten, Hinzusetzen eines Partnervogels usw. ab. Das zusätzliche Anlegen eines Halskragens (heute in der Regel aus Kunststoff) wird noch gelegentlich empfohlen, um das weitere Kahlrupfen zu verhindern.

Welche Papageienarten sind betroffen? Nach diesem Literaturüberblick wollen wir uns dem "Phänomen" des Federrupfens etwas detaillierter nähern und dabei alle verfügbaren Informationen und Beobachtungen berücksichtigen. Zunächst soll betrachtet werden, welche Vogelarten besonders betroffen sind. Unter den Selbstrupfern finden sich vor allem Vertreter der sogenannten Großpapageien. Eine gewisse Häufung lässt sich bei Kakadus (Cacatua), den großen Araarten (Anodorhynchus, Ara) und den Graupapageien beobachten, während z.B. Amazonenpapageien (Amazona spec.), Rotsteißpapageien (Pionus spec.), einige Langflügelpapageienarten (Mohrenkopfpapagei, Poicephalus senegalus, Goldbugpapagei, Poicephalus meyeri), einige kleine Araarten (z.B. Rotbugara, Ara severa) weitaus weniger betroffen sind (Lantermann 1989). Bei den seltener gehaltenen Großpapageien finden sich darüber hinaus unter den Edelpapageien (Eclectus roratus), den Kongo- (Poicephalus gulielmi) und Kappapageien (Poicephalus robustus) nach eigenen Beobachtungen viele Rupfer. Unter den sogenannten Großsittichen zeigt sich eine gewisse Häufung bei den südamerikanischen Keilschwanzsittichen (Gattungen Aratinga, Psittacara), derweil australische und neuseeländische Sittiche, darunter auch Wellen- und Nymphensittiche, kaum von dieser Erscheinung betroffen sind. Auch bei den Agaporniden (Agapornis spec.) und Sperlingspapageien (Forpus spec.) sind gelegentlich Selbstrupfer zu beobachten, erstere gehören aber eher in die Kategorie der Fremdrupfer. Besonders Agaporniden sind in Züchterkreisen weithin dafür bekannt, dass sie ihre Jungen im Nest oft vor dem Flüggewerden rupfen, besonders im Schulter- und Rückenbereich. Auch diese Erscheinung kann bei vielen anderen Sittich- und Papageienarten festgestellt werden. Schließlich gibt es unter den Fremdrupfern Vögel, die ihren Partnervogel rupfen. Dieser Verdacht liegt insbesondere dann nahe, wenn einem Papageien plötzlich u.a. auch die Kopffedern fehlen, die er selbst mit seinem Schnabel gar nicht hätte erreichen können.

Bei den Selbstrupfern reicht das Ausmaß der Erscheinungen vom gelegentlichen Beknabbern und Auszupfen einiger Federchen bis hin zur völligen Zerstörung des gesamten Gefieders, dessen Federn zudem von den Tieren ganz oder teilweise gefressen
werden. Meist ist zuerst das Kleingefieder an den Schultern und an der Brust betroffen. Nicht selten beschränken sich die Vögel über lange Zeit darauf, sich an diesen Stellen die nach- wachsenden Federn immer wieder auszuzupfen. Andere Papageien hingegen beginnen zunächst mit dem Ausrupfen des Brustgefieders und verschonen im fortgeschrittenen Stadium dann auch die großen Federn nicht, bis schließlich sogar die Flügelschwingen und Schwanzfedern betroffen sind. Bis auf die Kopffedern, die für den Vogel selbst nicht erreichbar sind, kann das Rupfen schließlich zur völligen Nacktheit führen, einem Zustand, den man"bratfertig" nennt.

Bei den Selbstrupfern reicht das Ausmaß der Erscheinungen vom gelegentlichen Beknabbern und Auszupfen einiger Federchen bis hin zur völligen Zerstörung des gesamten Gefieders, dessen Federn zudem von den Tieren ganz oder teilweise gefressen werden. Meist ist zuerst das Kleingefieder an den Schultern und an der Brust betroffen. Nicht selten beschränken sich die Vögel über lange Zeit darauf, sich an diesen Stellen die nach- wachsenden Federn immer wieder auszuzupfen. Andere Papageien hingegen beginnen zunächst mit dem Ausrupfen des Brustgefieders und verschonen im fortgeschrittenen Stadium dann auch die großen Federn nicht, bis schließlich sogar die Flügelschwingen und Schwanzfedern betroffen sind. Bis auf die Kopffedern, die für den Vogel selbst nicht erreichbar sind, kann das Rupfen schließlich zur völligen Nacktheit führen, einem Zustand, den man"bratfertig" nennt.

Die augenfälligsten Beispiele dieser Erscheinung kennen wir von Graupapageien, während große Aras (z. B. Grünflügelara, Ara chloroptera) und große Kakadus (z. B. Molukkenkakadu, Cacatua moluccensis) sich häufig über Jahre hinweg mit "blankpolierter Brust" präsentieren, wo seit langer Zeit kein Federchen mehr nachwächst. Aber auch weniger drastische Fälle sind vielfach unter diesen und anderen Arten zu verzeichnen. Sie sind durch mehr oder weniger große Lücken des Deckgefieders gekennzeichnet, tragen aber noch den darunter befindlichen grauen oder weißen Pelz des Dunengefieders, das dem Schnabel bis dahin noch nicht zum Opfer gefallen ist.
Mit einer gewissen Häufung ist festzustellen, dass das Federrupfen bei Großpapageien mit Eintritt der Geschlechtsreife beginnt, bei Grau-, Amazonenpapageien und kleinen Kakadus etwa ab dem vierten Lebensjahr, bei großen Kakadus und großen Araarten entsprechend ein bis zwei Jahre später. Allgemein ist zu beobachten, dass das Federrupfen nicht zu allen Jahreszeiten gleichermaßen stark ausgeprägt ist. Manche Vögel rupfen oder zerreißen sich ihr Gefieder nur ein einziges Mal oder wenige Male im Leben, andere rupfen sich periodisch (z. B. im Winter bei besonders trockener Zimmerluft oder im Frühjahr mit Einsetzen der Brutzeit) über Jahre hinweg (Tabelle 3).
Ein geschlechtsspezifisches, möglicherweise nicht pathologisches Federrupfen ist gelegentlich bei weiblichen Papageien während der Brutzeit zu beobachten. Von Edelpapageien (Eclectus roratus) und anderen Arten weiß man, dass die Weibchen sich zur Brutzeit im Brust- und Bauchbereich gelegentlich Federn auszupfen und damit ihre Nisthöhle auspolstern.
Selbstverstümmelung
Eine besonders drastische Fortsetzung findet das Federrupfen dann, wenn es zur Selbstverstümmelung, zum Anfressen der Haut durch den rupfenden Vogel kommt. Diese Erscheinung wird auch als Automutilation bezeichnet und kann derart krasse Formen annehmen, dass ein davon betroffener Vogel nicht mehr zu therapieren ist und schließlich euthanasiert (eingeschläfert) werden muss. Es sind diverse Fälle in der Literatur beschrieben, so z. B. ein Rosakakadu (Eolophus roseicapillus), der sich eine Fettgeschwulst am Bauch aufbiss und daraufhin unter Narkose getötet werden musste , oder ein Gelbbrustara (Ara ararauna), der sich einen Defekt an der Haut des Kropfes zufügte, so dass aufgeno

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10 Antworten

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Beantwortet 20, Okt 2003 von Anonym
Hallo Diana

Das was du da so geschrieben hast ist ja ganz leerreich. Aber hast du das alles erlebt?

Meine Frage war so gemeint wenn einer seiner eigenen Papageien sich rupft.
Warum er es tut. Also das er kurz schreibt wie er ihn hält und was er denkt warum er angefangen hat zu rupfen und was er dagegen unternimmt.

Nicht wie du es aufgeschrieben hast.

Nimm es nicht persömlich. Aber so hatte ich mir die antworten nicht vorgestellt.
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Beantwortet 20, Okt 2003 von Kruemel (5,720 Punkte)
Hey Papageienliebhaber

nö, nö nehme das absoult nicht persönlich im gegenteil sehr offen für Kritik :)
Nein erlebt habe ich es bisher nie und zum Glück auch. Ich glaube habe steht alles recht ausführlich drin und recht hilfreich.

Wenn ich mal Fragen darf wie hälst du den deinen großen :?: Wäre dann auch hilfreicher dir darauf speziell ne Antwort zu geben

liebe grüsse
diana
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Beantwortet 20, Okt 2003 von Anonym
Hey Diana

Mir geht es in erster Linie um die, die so was mit rupfen schon mal hatten oder habe. Damit amn sich mit denen mal austauschen kann.

Aber zu deiner Frage. Ich halte meine Tiere überwiegend in einem separaten Papageienhaus. Ich habe es bei einer Hellroten Ara Henne die sich kurz vor der Brut amn der Brustrupft. Diese Federn finde ich aber nicht im Nistkasten sondern meistens auf dem Boden.

Das es ein Brutverhalten sein kann, kann stimmen umß aber nicht.
Gruß
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Beantwortet 20, Okt 2003 von Kruemel (5,720 Punkte)
Achso, na dann kann ich dir leider nicht weitehelfen. Bzw zum Glück weil ja jeder froh ist wenn sein Schützling gesund ist

liebe grüsse
diana
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Beantwortet 20, Okt 2003 von Anonym
Das find ich gut das du es zugibst nicht weiter helfen zu können.

Das fällt einigen schwer hier

Gruß
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Beantwortet 20, Okt 2003 von Kruemel (5,720 Punkte)
Hmm, meinst :?: Man kann ja nicht in den Menschen hinein schauen, aber ich denkemal die meinen es alle echt nur gut sprich wollen halt helfen wo sie können.Merci für Kompliment ;)


lieben grüsse
diana
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Beantwortet 21, Okt 2003 von Anonym
Hi
Ja gut meinen ist das eine. Aber damit kann man auch viel falsch machen.

Was meinst du wie viele mir schon gesagt oder geschrieben habe. Alles was der Mensch essen kann an Obst dürfen auch die Vögel.

Das stimmt auf keinen Fall. Den Adwokados sind sehr giftig für die meisten Vögel.

Wenn der Rat dann von einem kommt und diese ein Laie ließt ist das kaos groß.

Gruß
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Beantwortet 21, Okt 2003 von Anonym
Umgekehrt sind ja Eberschen (Vogelbeeren) für den Menschen unverträglichund für Vögel nicht.
Abgesehen davon schmecken mir Avokados nicht besonders; also doch ungenießbar! :D
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Beantwortet 21, Okt 2003 von Anonym
Das stimm t mit den Ebereschen. Aber was nicht unbedingt gut schmeckt ist trotzdem nicht Giftig für den Menschen.

Peperonis sind für einige auch ungenießbar , Andere wiederum sagen die schmecken doch sehr gut.
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Beantwortet 21, Okt 2003 von Kruemel (5,720 Punkte)
Hey

Stimmt und die jenigen die es sagen sollte doch mal ins schlaue Büchern schauen :) Und so gehen die Geschmäcker auch wiederweit aus einander

liebe grüsse
diana
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