Allgemein

Hirse-F?tterung und Durchfall ??

16. Dezember 2003

Hallo Ihr Lieben,

ich gebe meinen beiden nur ca. alle 2 Wochen eine Rispe Hirse, aber mir ist bisher aufgefallen, dass sie danach jedesmal Durchfall bekommen. Meinen TA habe ich auch zwischendurch (als ich mit meinem Hund da war) zwischen Tür und Angel gefragt, ob ich sofort bei ihm mit den beiden Wellis vorbeikommen sollten, weil sie Durchfall haben. Er fragte dann auch, ob ich ihnen Hirse geben würde, aber ein weiteres Gespräch kam leider durch den nächsten Patienten nicht mehr zustande.

Kann es wirklich sein, dass sie von Hirse Durchfall bekommen? Sie fressen sie doch so gerne und ich will sie ihnen eigentlich nicht vorenthalten.

Vielen Dank für Eure Antworten und liebe Grüße

Andrea mit Peppi + Paula

Teilen auf

12 Gedanken zu “Hirse-F?tterung und Durchfall ??”

  • Anonymous
    16. Dezember 2003 um 22:04
    ↩ Antworten

    Hi,

    ist das WP Magazin schon draußen? Ich warte sehnsüchtig darauf, ich habe eine Henne mit Megas.

  • Anonymous
    17. Dezember 2003 um 9:41
    ↩ Antworten

    Hi Ute!

    Ja, ich habe es gestern schon mit der Post bekommen!

  • Anonymous
    17. Dezember 2003 um 9:46
    ↩ Antworten

    Hallo zusammen!

    Gabi, wer hat den Artikel denn geschrieben?

    Ist ja so eine Sache…: Wenn GLS wirklich durch einen Hefepilz ausgelöst wird, dann ist Wärme absolut kontraproduktiv. Dann vermehrt der sich nämlich so richtig gut. Eigentlich ist zwar das Entscheidende eine Erhöhung der Körperkerntemperatur, aber wenn das eine systemische Infektion ist, dann klatscht der Pilz auch schon in den Gefäßen in der Peripherie in die Hände, und außerdem kann ich mir nicht vorstellen, daß Rotlicht oder Elsteinstrahler bei so kleinen Tieren wie Vögeln nicht doch zumindest ein wenig die Temperatur anheben…

    LG

    Meike

  • Anonymous
    17. Dezember 2003 um 10:50
    ↩ Antworten

    Huhu Meike!

    Es war, glaube ich, ein TA, der sich auf Vögel spezialisiert hat und auch in einer Tierklinik ein eigenes Labor hat.

    Muß aber erst nachschauen!

  • Anonymous
    17. Dezember 2003 um 14:34
    ↩ Antworten

    Hallo Gabi,

    nach meinem Kenntnisstand, ähneln Megabakterien vom Zellaufbau und vom Verhalten der Zellteilung den Pilzen. Tests hatten erbracht, dass es sich bei diesen Erregern nicht um Bakterien handelt, sondern um eukaryotische Zellen. Man hatte denen auch schon Namen gegeben wie

    Fungoides proventriculi oder Virgamyces avigastricus, die aber noch der allgemeinen Bestätigung bedurften.

    Mich wunderts jetzt ja sehr, dass diese Erreger nun zu den Hefepilzen zählen sollen. 😕

    Möchte hier auf einem Link vom AZ-Forum hinweisen, wo nach Aussage von Herrn Prof. Dr. E. F. Kaleta, diese „Bakterien“ mit Sicherheit der Gruppe der Fadenpilze zugeordent werden sollen.

    http://www.azvogelzucht.de/board/showtopic.php3?threadid=4439

  • Anonymous
    17. Dezember 2003 um 14:42
    ↩ Antworten

    Eukaryotische Zellen???

    Das ist ja hochinteressant… Schade, daß wir von der Uni aus keinen Zugriff auf veterinärmedizinische Forschungszeitschriften haben….

    Ich hab so langsam das Gefühl, daß man da so wirklich noch nichts weiß…

  • Anonymous
    17. Dezember 2003 um 14:46
    ↩ Antworten

    Huhu!

    Ich lese es heute abend nochmal genauer durch, vielleicht habe ich mich auch vertan?

    Bin ziemlich erkältet und meine Gehirnzellen leiden schwer!

  • Anonymous
    17. Dezember 2003 um 15:59
    ↩ Antworten

    Hallo Meike,

    nach meinem Wissen sind, eukaryotische Zellen, Zellen mit Zellkern, wogegen prokaryotische Zellen (Bakterien)keinen abgegrenzten Zellkern besitzen. Eukaryotische Zellen sind auch x-mal größer als prokaryotische Zellen und viel komplizierter aufgebaut. Dir dürfte das ja bekannt sein, aber andere können sich jetzt auch was drunter vorstellen, wenn ich schon sowas in den Raum schmeiße.

    Ich glaube auch, dass man letztendlich die Megabakterien, auch noch nicht wirklich wissenschaftlich vollständig geklärt hat. Was ich ja auch sonderbar finde, dass man diese sogenannte „Bakterien“ ja auch bei gesunden Vögeln nachweisen konnte.

  • Anonymous
    17. Dezember 2003 um 16:21
    ↩ Antworten

    Hallo Mary!

    Sowas ist ja eigentlich gar keine Seltenheit, daß fakultativ pathogene Keime als Kommensalen leben. Zumindest solange, bis der Wirtsorganismus in irgendeinerweise ins „Ungleichgewicht“ kommt. Klassisches Beispiel: Hefepilze in der Schleimhaut des Menschens.

    Aber ich glaube auch, daß der wirkliche Angriffsmechanismus, mit dem das „Etwas“ den Organismus schädigt, noch unklar ist. Dann ist per se auch denkbar, daß es sowas wie eine Immunität gibt, die evtl. genetisch bedingt ist. Oder es ist einfach eine Frage der immunologischen Abwehrkräfte des Körpers.

    LG

    Meike

  • Anonymous
    17. Dezember 2003 um 19:10
    ↩ Antworten

    So, ich habe nachgelesen und zitiere Herrn Dr. Veit Kostka, Fachtierarzt für Vögel und Microbiologie, Tierklinik Lademannbogen in Hamburg:

    „Erreger der Erkrankung ist – entgegen dem verbreiteten Namen Megabakteriose – kein Bakterium, sondern, wie schon lange vermutet, ein vor kurzem definitiv nachgewiesener Hefepilz bislang unbekannter Art.“

    Also wirklich ein Hefepilz ganz neuer Art.

    Hoffentlich bekommt man in dieser Hinsicht noch mehr heraus, damit diese Krankheit endlich vollkommen geheilt und ausgerottet werden kann.

  • Anonymous
    18. Dezember 2003 um 10:24
    ↩ Antworten

    Moin Gabi!

    Er hat nicht zufällig eine Quellenangabe gemacht zum Paper, in dem die Erkenntnis, daß Megabakterien Hefen sind, publik gemacht wurde?

    Daß das stimmt, glaube ich erst, wenn ich es selbst in der Publikation gelesen hab und weiß, was ich von den Methoden halten soll… 😉

    LG

    Meike

  • Anonymous
    18. Dezember 2003 um 11:49
    ↩ Antworten

    Huhu Meike!

    Wenn Du möchtest, kopiere ich Dir den Artikel und schicke ihn Dir.

    Soweit ich verstanden habe, sind die „Megabakterien“ keine Bakterien, sondern haben sich als eben diesen Pilz herausgestellt. Deshalb müßte diese Krankheit jetzt auch anders bezeichnet werden, weil der Begriff „Megabakterien“ in diesem Zusammenhang nicht mehr richtig ist.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *