Schwarze Schafe

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Gefragt 15, Aug 2003 in Andere Sittiche von Soee (7,640 Punkte)
Hi Leute,

also, ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll...

Gestern haben wir eine Brieftaube gefunden und bei der Ermitttling der Besitzer ergab sich, das ein Mann aus unserer Umgebung sie abholte.

Dabei kamen wir dann ins Gespräch und es stellte sich heraus, das er eine Zoohandlung betreibt.

Er nannte mir auch gleich die Preise, 10 ¤ für einen Welli nimmt er.

Ich zeigte ihm dann meine und er fragte, ob ich denn nicht züchten wollte.
Ich erklärte, das ich keine Zuchtgenemigung habe. Und nun kommts:

Na und? Fragte er. Das wär kein Problem. Er hätte immer genügend Ringe da.
Seine Bestände kämen fast ausschließlich aus Privaten Zuchten ohne Genemigung. Einer hätte sogar 1000 (ehrlich) in einem Schweinestall, die etwa 50cm im Dreck stehen würden und da sich frei vermehren würden.
Einmal im Jahr fängt dieser Züchter da meherere 1000 Wellis raus und gut.
Wenn ich also auch mal Nachwuchs hätte, kein Problem.

Ganz ehrlich, ich bereue, ihm meine Wellis auch nur gezeigt zu haben.

Wenn das so stimmt, ist es ja kein Wunder, wenn da Kranheiten ect. auftreten. Der seltsame Mega-Wellizüchter soll übrigends in Hamburg sein Unwesen treiben...

Da er mir keine Namen genannt hat und es auch nur mir erzählt hat, steht Aussage gegen Aussage, ich nehme an, er wusste, was er tat.

Ich bin irgendwie total geschockt.

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Beantwortet 16, Aug 2003 von Axelforley (1,780 Punkte)
Profitgier und Geldgier treibt da natürlich an.Egal ob es Blanko Zulassungen und KFZ Briefe sind,Krankenscheine im 10er Block,Hunde die illegal gezüchtet und verkauft werden,übertriebene Tierliebe und was noch alles so passiert,da kann man echt nur den Kopf schüddeln.

Da kann man nur eins machen....immer Augen offenhalten und Hinweise den zuständigen Leuten geben,wenn man was sieht.Man müßte da mal einen Welli kaufen,wenn er Ringe on mass hat,muß er die doch irgendwie selber gestempelt haben oder so?Da muß doch dann was auffallen wenns die Nummer nicht gibt,die da drauf ist?
Wundern tut mich nix mehr,den letzten Tüv hat man mir für 100 Euro angeboten zum kaufen,ich hätte nur die Zulassung abgeben brauchen...na ja...Geld eben.
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Beantwortet 16, Aug 2003 von Brigitte (131,540 Punkte)
Hallo Martina,

so etwas ist kein Einzelfall.

Kürzlich habe ich mal wieder einen Züchter kennengelernt (ich kenne mehrere) und ihn und seine Zuchtanlage besucht, eigentlich eine recht ordentliche und saubere Zuchtanlage. (Er selber hat meine Vögel nicht gesehen.)

Ich erklärte ihm im Gespräch, dass ich 13 Vögel habe und klagte ihm auch mein Leid darüber, dass meine Albino-Henne nach einem Unfall leider nicht mehr fliegen kann.

Dann sagte er zu mir: "Dann züchten Sie doch einfach einen neuen Albino mit der jetzt behinderten Henne." Ich antwortete: "Nein, nein, erstens habe ich keine Zuchtgenehmigung, und außerdem mag ich ja speziell MEINE Albino-Henne und will doch gar keinen anderen Albino."

Er sagte: "Ja, aber wenn Sie mit dieser Henne züchten, dann fallen ja automatisch dabei auch wieder Albinos an. Und die anderen Jungvögel können Sie mir bringen. Ich beringe sie Ihnen dann und wir können sie gemeinsam verkaufen."

Da war ich doch ziemlich baff und ich lehnte sein "freundliches" Angebot natürlich ab.

BEWEISEN kann ich natürlich nicht, wie viele seiner Vögel nicht aus seiner eigenen Zucht stammen und von Privatleuten ohne Zuchtgenehmigung zu ihm gebracht werden.

Viele Grüße
Brigitte :) :)
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Beantwortet 16, Aug 2003 von MCCrazyk (520 Punkte)
da kenne ich einige sogenannte Züchter, die nebenbei ihren Genpool durch den aufkauf privat gezüchteter Wellenpiepse aufbessern. Es ist zwar nicht legal, aber schwer nachzuweisen...und das fatale ist, somit weiß man nun wirklich nicht mehr ob der gekauft wellenpieps "reinrassig" und gesund ist.

Aber...wie sooft ohne Beweise kann man nix machen, und die Beweislast liegt beim Ankläger, was es natürlich noch schwerer macht.
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Beantwortet 16, Aug 2003 von Brigitte (131,540 Punkte)
Hallo MCCrazyk,

was verstehst Du unter "reinrassigen" Wellis? Meinst Du damit die sog. "normal gezeichneten" Farbschläge? Oder reinrassig in dem Sinne, dass die Züchter die kleinen Hansi-Bubis mit Standards oder Halb-Standards gekreuzt haben und der Nachwuchs dann nicht mehr reinrassig ist?

Beides sieht man ja dem Vogel am Farbschlag und seiner Körpergröße normalerweise an.

Oder meinst Du mit "reinrassig", ob z. B. ein normal hellgrün gezeichneter Welli auch 2 grüne Elternteile hat? Das sieht man dem Vogel, ohne die Elterntiere zu kennen, NICHT an. Aber das finde ich auch nicht so fürchterlich wichtig.

Wichtig ist, dass die neu gekauften Tiere gesund sind. Viele Züchter haben auch in ihrem eigenen Bestand, ohne dass sie Fremdtiere von Privatleuten oder anderen Züchtern übernehmen, bereits kranke Tiere im Bestand.

Viele Krankheiten oder Fehlbildungen am Skelett oder am Gefieder sieht man den Vögeln gleich an, aber nicht alle.

Viele Grüße
Brigitte :) :)
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Beantwortet 16, Aug 2003 von MCCrazyk (520 Punkte)
ich meinte das eher so, das durch die vermischung mit privatzuchten (die ja nicht unbedingt so astrein sein müssen) durch aus auch Vögel in den Genpool kommen die durch inzest entstanden sind. ich kenne das weniger von Wellenpiepsen als von Mäusen, die durch generationen von Inzest durchaus anfälliger für Krankheiten sind. Vorallem das Krebsrisiko (bei Mäusen eh sehr hoch) steigt extrem.

Ich hab mir mal erlaubt das zu übertragen.
Ich selber hab ide ERfahrung gemacht das Piepmätze von Züchtern die nicht akribisch auf ihre Zucht achten, dazu neigen verhaltensgestört und stark anfällig zu sein. In meiner Bekanntschaft sind die zudem selten älter als 5 Jahre geworden, waren sehr mager...essgestört etc.
Wobei ich sagen kann, das die meisten schon sehr gründlich für ihren wellenpieps gesorgt haebn
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Beantwortet 16, Aug 2003 von Brigitte (131,540 Punkte)
Hallo MCCrazyk,

Deine Inzucht-Argumentation ist sehr richtig und lässt sich natürlich auch auf Wellis übertragen.

Oftmals betreiben Züchter ja absichtlich Inzucht mit ihren Vögeln, um bestimmte Farbschläge oder andere Eigenschaften vermehrt herauszuzüchten. (Und das innerhalb ihres eigenen Bestandes!)

Viele Wellis sterben heute im Alter von 4 bis 6 Jahren an Tumoren. EINER der Gründe dafür mag sicherlich auch Inzucht sein.

Viele Grüße
Brigitte :) :)
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Beantwortet 18, Aug 2003 von Manu (65,400 Punkte)
Hallo,
also ich kenne auch einige Züchter, die so verfahren und illegal gezüchtete Vögel nachberingen mit ihren eigenen Ringen. Profitgier würde ich das nichtmal nennen, sie nehmen es nicht so genau, wollen den Leuten und sich selbst helfen.

MCCrazyK: meinst du mit privaten Zuchten illegalte Zuchten? Viele kleine Hobbzüchter achten besser auf die Vögel als die großen Züchter, die doch viel nach Farbe züchten und dadurch auch auf INzenst zurückgreifen müssen teilweise.

Ich war diese Woche auch in einer Zoohandlung, der hat privat 2 Wellis da sitzen mit Nistkasten un 2 Eiern auf dem Boden. Die Henne legt bei dem Wetter (und das bei widrigsten Gegebenheiten!) und da gibt er ihr einen Nistkasten, über ne Genehmigung macht er sich keine Gedanken! :x

Trotzdem finde ich es nicht ok, wenn man eine Henne hat, die legt, hat man immernoch die Möglichkeit einer einmaligen Zuchtgenehmigung. Da muß man nicht illegal züchten.
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Beantwortet 18, Aug 2003 von MCCrazyk (520 Punkte)
Privatzucht war vieleicht ein wenig das falsche Wort. Es ging mir um Leute die nichtgewerblich und nur für sich selbst (also ohne verkaufsabsicht) Wellenpiepse "züchten".

Soweit ich weiß, ist es ja meist so, das so ein verkauftes wellenpiepsfrischling eher ausversehen entstanden ist.
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Beantwortet 18, Aug 2003 von Manu (65,400 Punkte)
Naja, egal ob zum Verkauf oder für den "Eigenbedarf", man braucht einen amtliche Genehmigung, sonst darf man nicht züchten. Und wieso sind die meisten verkauften Küken aus Versehen entstanden? Es gibt viele Züchter, die auch züchten dürfen.

Ich will auch züchten, aber nicht für mich, und aus Versehen entstehen die Küken wirklich nicht!
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Beantwortet 20, Aug 2003 von >>Ramona<< (7,660 Punkte)
Hallo Leute!

Wenn ich was anmerken darf?
Also Innzucht betreiben nicht nur nachlässige "Züchter", di ilegal züchten (man mag sie nicht Züchter schimpfen wollen), sondern vorallem und gezielt Ausstellungszüchter, die auf bestimmte Farbschläge und Merkmale wert legen!

Mäuse (da kenn ich mich zwar nicht so aus) leben doch in Familienverbänden, oder? Da ist Innzucht sogar natürlich, weil nämlich Mäuse aus anderen Familien getötet werden. Oder habe ich da was falsch in Erinnerung?

Solche Zustände ie hier beschrieben gehören angezeigt und ausgeräumt, mit hohen Geldstrafen belegt und der Händler der dort kauft, sollte seine Lizens verlieren! Das ist der Gipfel!!!
Man muss sich wirklich nicht mehr darüber wundern, wieso man im Leden oft nur kranke Vögel bekommt, die bald darauf sterben, bzw. eine sehr niedrige Lebenserwartung haben!
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Beantwortet 20, Aug 2003 von >>Ramona<< (7,660 Punkte)
Ich nochmal!

Das macht mich stutzig:
"Ja, aber wenn Sie mit dieser Henne züchten, dann fallen ja automatisch dabei auch wieder Albinos an. Und die anderen Jungvögel können Sie mir bringen. Ich beringe sie Ihnen dann und wir können sie gemeinsam verkaufen."


Vererbt Albino/Lutino nicht geschlechtsgebunden, so das man frühestens in der zweiten Generation wieder einen Albino bekäme, wenn überhaupt :? ???
Abgesehen, das die Einstellung des Züchters tief blicken lässt, viel Erfahrung scheint er auch nicht zu haben!
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Beantwortet 20, Aug 2003 von Brigitte (131,540 Punkte)
Hallo Ramona,

weiß ich selber nicht, ob dann in der ersten oder zweiten Generation Albinos anfallen würden.

So wie oben zitiert hat es mir dieser Züchter WORTWÖRTLICH gesagt.

Aus den in diesem Thread genannten Beispielen geht ja hervor, dass einige Züchter "es da nicht so genau nehmen".

Überhaupt habe ich von einer ganzen Reihe von Züchtern, die ich hier kenne, nur wenige getroffen, die sich mit der Vererbungslehre auskennen. (Die verstehen da, glaube ich, noch weniger als ich als Nicht-Züchterin.)

Einige züchten einfach "drauf los". (Darunter ist sogar einer, der auf der Europa-Schau Standards ausstellt. Aber von Vererbung versteht der nichts!)

Viele Grüße
Brigitte :) :)
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Beantwortet 20, Aug 2003 von >>Ramona<< (7,660 Punkte)
Hallo Brigitte!

Mit der Vererbung hapert es bei mir auch noch, allerdings setze ich mir ja sowieso andere Ziele. Aber bei den sogenannten Züchtern scheint ja alles andere auch im Argen zu sein :cry: !
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Beantwortet 21, Aug 2003 von MCCrazyk (520 Punkte)
hi ramona,
sicherlich leben Mäuse in verbänden...
Soweit ich informiert bin, wandern die Damen oder die Böcken aber nach der Geschlechtsreife ab. Dazu kommt noch, das man von einem durchschnittsalter von 8 Monaten ausgeht - dadurch wird die Inzestrate ein wenig verkürzt;)
Meiner Erfahrung nach beißen sich mäuse nur dann tot, wenn sie in das revier anderer vordringen. das heißt ein weibchen sollte sich möglichst von dem revier anderer Weibchen fernhalten...sonst aua. männchen werden übrigends auch attackiert. musste ich in jungen jahren leider selber feststellen.
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Beantwortet 21, Aug 2003 von kabuske (33,500 Punkte)
Moin,

zu der Vererbung der Albinos: Ein AlbinoHAHN würde Albinotöchter haben und Nicht-Albinosöhne. Eine AlbinoHENNE hat niemals Albinokinder (außer natürlich, der Vater wäre auch einer...), sondern Nicht-Albinotöchter und Spalterbig-Albinosöhne. Das Argument des Züchters ist also vollkommen daneben und Ramona hat recht - Albinos würden erst in der zweiten Generation fallen. Und DEM Züchter soll man vertrauen?!
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Beantwortet 22, Aug 2003 von Brigitte (131,540 Punkte)
Hallo Katrin,

danke für die Info!

Vielen solcher Züchter kann man dennoch vertrauen, auch wenn sie sich mit der Vererbung nicht auskennen. (Nur fand ich eben die Bemerkung des von mir o. g. Züchters etwas daneben, weil er mir vorschlug, illegal zu züchten.)

Beim Erwerb einer Zuchtgenehmigung werden ja auch die Vererbungsregeln nicht abgefragt.

Die meisten Zuchtanlagen, die ich gesehen habe, sind ordentlich und sauber und haben einen gesunden Vogelbestand, auch wenn viele sehr alte Züchter vom Wissen her nicht mehr auf dem neuesten Stand sind.

Diejenigen, die nur Hansi-Bubis für den Zoohandel züchten, kennen oft die Regeln der Vererbung nicht. Nur bei den Standard-Züchtern habe ich oft ein breiteres Wissen vorgefunden.

Viele Grüße
Brigitte :) :)
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Beantwortet 22, Aug 2003 von Manu (65,400 Punkte)
Also mir persönlich ist es auch lieber wenn ein Züchter weiß, wie er die Tiere zu halten und zu behandeln hat, als daß er weiß, daß sich INo gg vererbt (weiß ich auch erst seit gestern!) :D
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