Ich musste heute an Speedy denken, die vor einigen Tagen schrieb:
Außerdem gibt es ein stilles Gesetz unter den Hundebesitzern: Ein freilaufender Hund hat nichts bei einem angeleinten Hund zu suchen!
😀 Liebe Bettina, die Regel hast du falsch verstanden, sie wurde mir heute in der korrekten Form mitgeteilt:
„Wenn ein anderer Hund frei läuft, muss ich meinen ableinen.“
Ein älterer Herr kam uns entgegen, seine Hündin, eine uns bekannte Zicke, lief in ordentlichem Abstand vor ihm her. Winnie sieht sie und will auf sie warten. Es war eine willkommene Ablenkung, denn es ging Richtung Heimat, da hatte sie nun gar keine Lust zu.
Kira ging wie von einem Magnet angezogen auf Winnie zu. Der Kopf war leicht gesenkt und pendelte, außerdem züngelte sie leicht. Es war ein freundliches Herankommen. Winnie war an der kurzen Leine, die durchhing. Und Herrchen? Der schnaufte hinterher und rief dauernd: „Kira, bleib stehen. Du sollst stehenbleiben. Kira! Kira!!! Bleib stehen!!! KIRA!!!! DU SOLLST STEHENBLEIBEN!!!!!“ Er wirkte nicht gerade entspannt und war so richtig schön verschwitzt, als er uns, fast gleichzeitig mit Kira, erreichte.
Was war das Ende vom Lied? Kira war dann natürlich nicht mehr so freundlich, warum auch? Wenn Herrchen sich so aufregt, dann muss sie doch mitmachen. Sie ging vom freundlichen Schnuffeln direkt dazu über, Winnie lauthals anzumachen. Mein Schisserchen quiekt sofort, Herrchen kreischt, Kira wird heftiger, Winnie quiekt noch mehr, Herrchen wird noch lauter;……
Irgendwann sah Kira meine Handfläche, die ich zum Stoppen direkt vor ihre Nase hielt, und hörte dann auch mein „Nein, Kira“. Und Ruhe war. Nur Herrchen war noch nicht ruhig, der sagte mir dauernd: „Machen Sie doch Ihren Hund von der Leine, wenn ein anderer Hund frei läuft!“
Vielleicht hätte ich ihm auch meine Hand vor die Nase halten sollen?


Mensch Marion, warum hast du Winnie aber auch nicht los gemacht, das geht doch mal gar nicht 😀
Der war gut :groehl:
Ich kanns mir bildlich richtig schön vorstellen, meistens muss ich schon vorher grinsen, wenn mir so jemand entgegen stolpert.
Ich hatte Sorge, dass Winnie Gas gibt und weg ist, wenn ich sie freimache. Das hab ich ihm auch gesagt, um genau zu sein, 4 mal. Erst dann kam es an.
Sein Kommentar: „Dann gehen Sie doch weiter!“. Tja, hatte ich mir auch kurz überlegt. Aber zum einen war Winnies Po auf dem Boden festgenagelt, ungelogen. Zum anderen wäre uns Kira gefolgt, da hätte ich hingehen können, wohin ich wollte. Mehr als noch mehr Panik bei dem guten Mann hätte das also nicht gebracht.
Wenn du weitergegangen wärst, dann hätte er hinterher wahrscheinlich noch gemotzt, warum du nicht stehengeblieben bist. Ich wäre da auch nicht weitergegangen, es macht außerdem nicht soviel Spaß einen fremden Hund mit nach Hause zu nehmen 😀
oh nee, ne. Gut, dass bei uns solche Torfnasen nicht so oft rumlaufen -der Vorteil des Dorflebens.
Aber ich hätte zu gerne die Reaktion des Mannes erlebt, wenn Du ihm die Hand vor die Nase gehalten hättest, Marion. 😀
Hallo Marion!
Ist doch immer wieder erstaunlich, daß fremde Hunde auf einen mehr hören auf auf ihr eigenes Herrchen!
Ich wäre an Deiner stelle auch weitergelaufen, ausgewichen oder umgekehrt… Naja, du hast die Situation in Griff bekommen :daumen:
Ich hätte ihm dann doch mal das Hundetraining empfohlen,…
Gruß SilkeS.
Der Mann hat seine Hündin nur im Griff, wenn sie will. Er weiß das, hat mir dann gleich noch eine Story erzählt. Jeden Sonntag wäre er auf einer bestimmten Wiese mit ihr, da würde sie immer machen, was sie will, er könnte da rufen und rufen, und sie käme nicht. Und auch sonst gäbe es immer wieder solche Situationen. :rolleyes: Bei mir kommt der Hund dann an die Leine, Punkt. Winnie ließ sich früher, bevor der Jagdtrieb voll einschlug, auch hervorragend von allem abrufen. Allerdings muss das geübt werden, vom Himmel fällt das nicht.
Ich bin sowiso der Meinung, dass ein Hund nie fertig erzogen ist. Wenn ich da die Obdience-Leute bei uns im Verein anschaue, dann ist das heftig, die üben jeden Tag.
Ansich trainiert man so oder so jeden Tag, ob man will oder nicht 😉 Sei es bei Übungen wenn ein Jogger, Radfahrer kommt oder Kommandos zum herkommen.
Ich und Amon werden jetzt sowiso mehr trainieren, weil wir im Mai die BH-Prüfung machen wollen u. uns noch der gewisse Feinschliff fehlt.
Also meine Hunde laufen ja auch grösstenteils ohne Leine, ist auch kein Problem da ich beide ohne Probleme in wirklich jeder Situation abrufen kann.
Allerdings habe ich mir angewöhnt, dass wenn mir jemand mit freilaufendem Hund entgegen kommt ich meine Beiden zwar zu mir Rufe und sie Fuß gehen lasse, aber ich werde sie nicht mehr anleinen. Denn es ist schon passiert das ein Hund auf meinen Balou losging und da ich ihn angeleint hatte konnte er sich nicht wirklich wehren weil er sich in der Leine so sehr verhedderte das er am Boden lag und der andere lies trotzdem nicht von ihm ab. Um das zu verhindern bleiben meine eben auch ohne Leine wenn die anderen Ihre auch nicht anleinen.
Der Vorfall mit dem anderen Hund ist übrigends gut verlaufen, denn ich kenne den Mann und den Hund, der im übrigen zu Menschen einfach klasse ist, er hatte vorher nur leider ein sehr schlechtes Leben, denn bei den Vorbesitzern lebte er ab der 6.ten Lebenswoche bis zu seinem 2. ten Geburtstag auf der Terasse und lernte dementsprechend nichts. Da Balou doch sehr gut erzogen ist und ich ihn zurückhalten kann, üben wir jetzt gemeinsam mit dem Mann, begegnungen mit fremden Hunden und versuchen ihm seine Unsicherheit zu nehmen sowie ich dem Mann erkläre wie er reagieren muss und aufpasse das er im richtigen Moment lobt.
Und Ja der Hund ist wirklich nur Unsicher und keinesfalls Aggressiv.
Die Hundebegegnunen müssen wohl an der Jahreszeit liegen, mir ist gestern das Gleiche passiert:
Ich und meine Schwester gehen mit den Hunden spazieren, als erstes sind uns zwei tobende, aber angeleinte Hunde begegnet, also hat der Kleine Hund meiner Eltern auch getobt. Da wir allerdings einen neuen Trick haben, war er sehr schnell wieder ruhig. Wir haben uns schon auf einen entspannten Spaziergang gefreut, als um die Ecke eine Joggerin mit freilaufendem Hund kam. Wir haben es erst gar nicht bemerkt u. unsere Hunde waren auch ganz lieb und ruhig. Die Joggerin ist dann einen anderen Weg gelaufen und ihr Hund natürlich in Angriffsstimmung auf unsere zu. Der Kleine also wieder getobt, der andere Hund uns verfolgt u. dann hat es Amon bemerkt, ist also auf den fremden Hund zugerast, vor ihm stehengeblieben u. hat ihm deutlich klargemacht, dass er nicht zum Kleinen hinkommt. Also so selbstbewußt habe ich meinen Hund auch noch nie erlebt.
Ich liebe diese Situationen, Besitzerin weg u. ich steh da mit zwei Hunden, wo ich genau weiß, eine falsche Bewegung u. es kommt zur Rauferei, also Amon hergerufen, beruhigt u. dann ist zum Glück auch der fremde Hund verschwunden.
Meine Schwester hat mir im nachhinein erzählt, dass dies immerso ist u. der Hund der Besitzerin nicht folgt u. schon öfters dem Kleinen nachgerannt ist; Problem ist nur, dass der andere Hund nicht freundlich ist, warum kann man solche Hunde nicht anleinen.
… ha, dann müßte ich mir ja Gedanken machen – z.B. darüber, ob ich beim Joggen eine Leine in die Hand nehmen will oder vielleicht eine Bauchleine besorge oder gar, ob ich meinen Hund evtl. überhaupt mal erziehen sollte. *Ironiemodus an* das wird wohl Dein frommer Weihnachtswunsch werden dieses Jahr *Ironiemodus aus*
Heute hatten wir eine änliche Erfahrung. Ab und an treffen wir zwei Männer mit einem Terrier. Leider haben die Herren immer noch nicht kapiert, dass Kenai und ihre Hündin sich überhaupt nicht ausstehen können. Jedesmal gibts von Kenai ein heftiges Gebelle und dem armen Terrier wird fast der Hals abgerissen, so windet er sich im Halsband und Leine. Vorsichtshalber rief ich den Herren also zu, sie mögen doch den Hund von der Leine abmachen, was sie sich leider aber nie trauen, da der Hund um es mal vorsichtig auszudrücken, die Ohren auf Durchzug hat. Ok, Kenai lief also geduckt auf das Dreigestirn los, tonlos. Ich lief an den Herren vorbei, auch relativ tonlos, nur ein kurzes Hallo und das wars. Kaum auf selber Höhe, versucht der eine der Herren seinen Hund auf den Arm zu nehmen (er hat Foxterriergröße ist aber keiner). Kenai legte daraufhin sofort los mit Gebelle und Gekeife. Der Hund auf dem Arm natürlich auch. Ich war schon einige Meter weiter und rief nur, ei, da ist ja die xxx…. Kenai dreht von den Leutenund dem Hund ab und kam zu mir. Ich nahm sie an die Leine, belohnte sie für´s zurückkommen mit einem Leckerli und ging ruhig weiter. Was machen die Herren??? Sie drehn um, weil s grad ziemlich windig wurde und laufen mir hinterher. Wie Kenai sich dann an der Leine aufführte brauch ich wohl nicht mehr extra erwähnen, oder?? Ich frag mich manchmal, ob Leute heutzutage noch viel in der Birne haben. Jedem normal denkenden Menschen sollte doch klar sein, dass man sich aus dem Weg geht, wenn man weiss, dass die Hunde Stress miteinander bekommen. Da ich nunmal aufgrund Rollstuhl nicht ausweichen kann, querfeldein, sollte man doch sagen ok, dann machen wir einen Bogen, nööööö…. wieso denn auch. Mich aber dann anmachen, ich hab n zickigen Köter!
Dafür hat Kenai sich aber in einer Begegnung mit einem Pferd heute absolut ruhig verhalten! Das ist dann wieder die andere Seite meines „Zickigen Köters“.
Wir wünschen Euch ein geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Start in 2008
Susanne und Zickchen Kenai