Hallo an alle.
Ich habe zu unserer für drei Jahre als Einzeltier gehaltene Wellidame vor zwei Wochen ein Männchen geholt. Die beiden wohnen jetzt seit vier Tagen im gleichen Käfig und verstehen sich sehr gut. Unsere Wellidame Simon war sehr zutraulich und auch viel aus dem Käfig rausgekommen als sie noch allein war. Barney (der Neue) war anfangs sehr verschreckt und hat immer gezittert, wenn man dem Käfig, in dem er vorübergehend allein wohnte, näher kam. Sobald er in Simons Gesellschaft war, ist er eindeutig ruhiger geworden. Er reißt aber immer noch panisch vor meiner Hand aus, wenn ich Futter und Wasser wechsle. Habe heute versucht, die beiden mit Hirsestückchen in meiner Hand versucht zu locken, dass sie mir aus der Hand fressen. Simon hat auch kein Problem damit, setzt sich auch auf die Hand. Barney lässt mich zwar mit der Hand ganz nahe kommen, konnte ihn fast streicheln. Man sieht auch, dass es ihn fast nicht mehr hält und er ja so gern kosten würde, aber er schaut immer mit dem Gesicht zur Wand und traut sich einfach nicht.
Ich werde das natürlich immer wieder probieren, denke aber, dass er besonders eingeschüchtert ist, weil er unfallbedingt nicht fliegen kann. Leider ist er manchmal schon im Käfig einfach auf den Boden gefallen- das tut mir immer so leid…
Ich fände es nur besser, wenn er auf meine Hand käme, damit ich ihm wieder zurück in den Käfig helfen kann, wenn er mal draußen war (bis jetzt haben sich beide noch nicht rausgetraut). Unser Käfig steht auf einem Wandregal und ich weiß nicht wie er es wieder erreichen könnte, wenn er doch mal auf den Fußboden springt.
Habt ihr Ideen, wie ich noch sein Vertrauen gewinnen könnte?


Hallo Verena!
Du solltest ihm möglichst viele Klettermöglichkeiten bieten, sodaß er überall dorthin kommt, wohin er will.
Das kannst Du z.B. mit Leitern erreichen oder mit Kletterseilen.
Wenn Du aus der Käfigtür ein Seil bis auf den Boden reichen läßt, eventuell mit ein paar Knoten drin zum besser Festhalten, müßte es für ihn kein Problem sein, von unten wieder in den Käfig zu gelangen.
Sein Vertrauen gewinnst du nur mit ganz viel Geduld. Nichts erzwingen, laß ihn immer freiwillig kommen. Wenn er zurückweicht, nimm Deine Hand auch wieder vorsichtig und langsam aus dem Käfig. Bewege Dich im Käfig nur ganz langsam und vorsichtig. Versuche auch vorerst nicht, den Welli zu streicheln.
Halte ihm mal eine Stange hin oder einen Ast, vielleicht klettert er drauf!
Hallo,
unser Freda kann auch nicht fliegen. Er ist mal abgehauen, als er noch ganz jung war. Dann flog er den ganzen Tag durch unseren Ort und kam nach 8 Stunden wieder nach Hause (Glück gehabt). Seit dem ist er nie wieder geflogen. war wohl genug für ein Wellileben.
Zuerst haben wir uns Sorgen gemacht, dass er sich verletzen könnte, weil er dauernd „abstürzt“. Inzwischen haben wir festgestellt, dass das u.a. zu seiner Taktik gehört, z.B. wenn paula ihn nervt. Dann lässt er sich regelrecht fallen 🙂 Wie auch immer, was wir gemacht haben, ist Leitern gebaut und zwar keine mit Sprossen, sondern eher so wie eine Hühnerleiter, also eine Holzlatte mit Erhöhungen im Abstand von 1,5 cm. Die liebt er heiß und innig.
Liebe Grüße, Rebsi
Hallo,
eine meiner Hennen ist nach einem Unfall auch fluguntauglich. Aber sie lebt damit sehr gut.
Sie hat viele Klettermöglichkeiten, erreicht kletternd alle Plätze in der Voliere und klettert und läuft so blitzeflink wie kein anderer Welli.
Die Vögel können solche Handicaps ganz gut ausgleichen.
Viele Grüße
Brigitte 🙂 🙂
Vielen Dank für eure positiven Antworten!
Das mit dem Seil auf den Boden hängen lassen hatte ich mir auch schon überlegt, also werde ich das auf jeden Fall mal ausprobieren – wenn er sich denn auch letztendlich mal aus dem Käfig traut 😉
Und die Hühnerleiter ist auch ne Idee. Wenn ich das nächste Mal in Bastellaune bin, muss ich das mal in Angriff nehmen.
Habe übrigens schon Fortschritte mit dem Kleinen gemacht. Ich versuche mehrmals am Tag, ihm kleine Stückchen Kolbenhirse mit der Hand zu füttern und er hat auch ziemlich schnell die Angst besiegt und isst jetzt ganz tapfer-wer kann auch Kolbenhirse widerstehen…-obwohl er sich dabei gegen das Weibchen behaupten muss, die etwas dominanter ist und ihm immer mal Seitenhiebe versetzt.
Also vielen Dank noch mal, ich gebe nicht auf und halte euch auf dem laufenden.
Hallo Verena,
kann der flugbehinderte Vogel denn noch so ca. 10 bis 20 cm hoch hüpfen?
Meine behinderte Henne kann das noch.
Wenn sie das noch können, dann können sie sich gut kletternd an den Gitterstäben oder bei Volieren am Volierengitter entlang hangeln.
Die Vögel mit solchen Behinderungen werden sehr erfinderisch und verhungern nicht freiwillig!
Sehr lieb von Dir, dass Du dem behinderten Vogel das Leben so einfach wie möglich machst!
Das habe ich auch getan! Und umso erstaunter war ich später, was der behinderte Vogel alles noch kann, was ich gar nicht erahnt hätte!
Man muss bei behinderten Vögeln nur aufpassen, dass sie nicht von anderen Vögeln schikaniert werden.
Das war bei meiner behinderten Henne nie der Fall; denn sie war schon immer sehr dominant.
Fuß- und Flügelverletzungen führen nach meiner Erfahrung nicht zu extremen Ausgrenzungen in einer Vogelgruppe.
Schlimmer sind nach meiner Erfahrung Infektionen, die einen Vogel derart schwächen, dass er von den anderen Vögeln weggehackt wird. (So einen Fall hatte ich erst kürzlich und habe den Vogel gerade noch schnell aus dem Schwarm entfernen können. – Das sind eben Tiere.)
Du schaffst das schon, Deinem behinderten Vogel ein schönes Leben zu bereiten!
(Ich hatte damals nach dem Unfall meiner Henne den TA auch gefragt, ob man die Henne besser einschläfern lassen solle, was der TA verneint hatte. Zu Recht: Der Henne geht es auch mit Behinderung gut!)
Das wünsche ich auch Deinem kleinen Racker! 😉
Viele Grüße
Brigitte 🙂 🙂
juhuuu! 😉
grüße an dich und deine wellis*g*
ich hatte auch sonen kleinen sorgenfall. der hat sich aber von anfang an in meiner hand wohl gefühlt, das ich ihn herrummtragen konnte oder musste-wie manns nimmt. sein lieblingsplatz war auf dem sofe. ich wolte ihm den weg dorthin erleichtern, das er da auch alleine hinkommt. ich habe vom käfig eine decke runterhängen lassen. dann hing eine zweite decke von der einen seite des tisches herrab und ein brett hab ich von tisch zum sofa gelegt (vielleicht schwer vorstellbar. in etwa so wie eine brücke). dann müsste er zuerst die decke runter, übern boden laufen, decke hoch übers brett und wär auf der sofalehne 🙂 . aber leider is er am nächsten oder selben tag gestorben. ich hätts theoretisch auch lassen können (er wurd ein 3/4 jahr alt), meine schöne baukunst konnt ich wieder abbaun 👿 . das mit dem seil is aber auch ne ute idee…und sieht besser aus als ne decke 😀
MFG
daniela 😉
Hallo und guten Morgen,
auf einem der Bilder in meinem Tread „Bilder von meinen Lausern“ (oder so ähnlich) sieht man eine der Hühnerleitern und wie Fredo es sich darauf bequem gemacht hat :yippeeh:
Ich kann dem hier gesagten auch nur Zustimmen. Wellis können mit so einer Behinderung ausgezeichnet leben. Sie richten sich darauf völlig ein.
Liebe Grüße, Rebsi