HILFE:M?nnchen verletzt Weibchen/Federn ausreissen etc

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Gefragt 11, Mär 2004 in Prachtfinken von Nika (10,640 Punkte)
Hallo!
Habe selber keine Prachtfinken, sondern Wellis, aber ich hoffe, daß Ihr mir dennoch helfen könnt, da ich mir Sorgen um die Tiere eines behinderten/psychisch kranken Paares, das ich betreue, mache.

Es handelt sich um ein ca. 3-jähriges Pärchen Zebrafinken. Nachdem das Weibchen in den letzten Monaten exzessiv Eier gelegt hat (diese wurden ihr von der Besitzerin immer weggenommen), zeigte es sich zunehmend geschwächt, konnte sich z.T. kaum mehr auf der Stange halten.

Ich habe daraufhin Vitakombex vorbeigebracht und zudem eine Mineralienmischung.
Das Weibchen erholte sich teilweise.

Jetzt hab ich die Tiere nach einigen Wochen wieder gesehen und war erschüttert. Das Weibchen besteht nur noch aus Haut und Knochen, fast alle Federn an Kopf, Rücken, Bauch sind fort. Es hat einige Hackspuren am Körper, die durch Attacken des Männchens entstanden sind.

Ich vermute somit, daß das Männchen dem Weibchen Federn ausreisst, aber daß sich das Weibchen auch selbst rupft.

Eier legt es momentan keine mehr, aber es wird dennoch regelmässig von dem Männchen bestiegen.

Beide sitzen zudem in einem sehr kleinen Käfig (ohne Freiflug), so daß es dadurch evtl auch zu Streitigkeiten kommt.

Wie kann ich den Tieren helfen? Ich habe die Besitzerin nun angeleitet, wie sie ihre Tiere mit den Vitaminen ordnungsgemäss versorgen kann (ich bin leider nur alle paar Wochen dort). Zudem suche ich nach einem grösseren Käfig.

Aber wäre es in der derzeitigen Situation vielleicht ratsamer die Tiere einige Wochen zu trennen (versch. Käfige), damit das Weibchen wieder zu Kräften kommt?

Oder treten solche Attacken bei Zebrafinken vielleicht häufiger auf?
Und wie kann ich damit umgehen, wenn das Weibchen wieder mit dem Eierlegen beginnt? Plastikeier ins Nest legen?

Bei meinen Wellensittichen kann ich zwar auch öfter mal Streitigkeiten beobachten, aber solche blutigen Attacken hab ich noch nicht erlebt, auch dieser fast völlige Federverlust ist extrem erschreckend.

Ich wäre Euch sehr dankbar, wenn Ihr mir mit einigen Tipps helfen könntet. Ich bin wirklich ratlos... die Tiere tun mir sehr leid... aber bitte bedenkt, daß ich nur teilweise die Haltungsbedingungen verbessern kann, Freiflug o.ä. wäre für die Tiere durch die Unachtsamkeit der Besitzer lebensgefährlich.

Vielen Dank schon im voraus und liebe Grüsse!

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Beantwortet 15, Mär 2004 von Duplicate Pinguin (12,120 Punkte)
Hallo Nika!

Entschuldige die späte Antwort.

Zebrafinken paaren sich das ganze Jahr über und legen dann natürlich auch Eier. Diese darf man nie einfach wegnehmen, sondern sollte sie immer durch Plastikeier austauschen.

Das Rupfen kann, muß aber nicht durch Aggression entstanden sein. Wahrscheinlich haben die zwei auch kein Nistmaterial im Käfig, so daß es sein kann, daß die Henne gerupft wurde, um das Nest auszupolstern.

Wegen des Aufpäppelns der Henne würde ich zu viel Kolbenhirse raten, denn die Gabe von Eifutter würde nur eine weitere Eiablage einleiten. Freiflug ist dann jetzt sowieso nicht angebracht. Zur Wiederherstellung des Gefieders der Henne kannst Du AviConcept geben, das enthält für die Gefiederbildung wichtige Aminosäuren.

Da Zebras allein vor Kummer eingehen können, würde ich die Zwei nicht trennen. Wobei natürlich ein größerer Käfig, in dem sie sich aus dem Weg gehen können, auf jeden Fall nicht falsch ist.

Am besten wäre es, einen Käfig zu stellen, der 1 m breit ist, nicht allzu mit Stangen vollgestopft, damit sie auch mal eine Strecke fliegen können.
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Beantwortet 15, Mär 2004 von Nika (10,640 Punkte)
Hallo!
Vielen Dank für die Hilfe.

Ich werde in den nächsten Tagen einen deutlich grösseren Käfig vorbeibringen.

Dann hab ich hier noch ein paar Näpfe u.ä., die ich den Leuten geben werde, damit die Zebrafinken sich zumindest mal beim Trinken und Essen aus dem Weg gehen können.

Hältst Du es für sinnvoll, jetzt da der massive Trieb ständig Eier zu legen vorbei ist, noch ein Nest und entsprechendes Nistmaterial in den Käfig zu hängen? Könnte die Aggressivität des Männchens auch damit zu tun haben, also will es evtl daß das Weibchen weiter Eier legt?

Bezüglich Plastikeiern auch noch eine Frage: Die belässt man doch normalerweise in dem Nest, bis das Weibchen einsieht, daß keine Jungen schlüpfen oder? Gibts evtl etwas triebminderndes, so ein Anti-Trieb-Mittel, wie man es manchmal in Zoohandlungen sieht? Das extreme Eierlegen hatte das Weibchen so sehr geschwächt.

Kolbenhirse werd ich auch vorbeibringen und hoffentlich gelingt es mir den Besitzern auch zu vermitteln, wie sie ihre Tiere zu versorgen haben...

denn dem Weibchen geht es wirklich nicht gut.. :(

Wie könnte man das Männchen denn ablenken, damit es das Weibchen in Ruhe lässt? Gibts bestimmte Spielzeuge o.ä., wie auch bei Wellis, die es beschäftigen?

Hoffentlich gelingt es mir die Tiere ohne grossen Probleme in den anderen Käfig zu setzen... will die Kleinen nicht noch mehr aufregen.

Tausend Dank schon mal im voraus für Deine Hilfe!
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Beantwortet 15, Mär 2004 von Duplicate Pinguin (12,120 Punkte)
Hallo Nika!

Der große Käfig und mehr Möglichkeiten, sich beim Futtern und Trinken aus dem Weg zu gehen, sind schon tolle Maßnahmen!

Da die Henne jetzt schon dermaßen schlecht zurecht ist, würde ich mit dem Nistkasten und -material zumindest warten, bis sie wieder fitter ist. Denn auch eine "Brut" auf Plastikeiern schwächt, da sie dann nicht so viel futtert wie sie es normalerweise könnte. Wenn sie allerdings von selbst wieder mit dem Eierlegen anfängt, dann wäre ein Nest - egal ob Korbgeflecht oder Holzkasten - und auch Nistmaterial die beste Möglichkeit, ein erneutes Rupfen zu verhindern.

Und ja, die Plastikeier bleiben so lange im Nest, bis die Henne das Gelege dann aufgibt. Dann auch wieder das Nest und Nistmaterial entfernen, sonst geht's gleich wieder von vorn los.

Wenn das Nest im Käfig ist, dann ist eine tägliche Kontrolle nach Eiern unbedingt erforderlich. Denn schon nach zwei Tagen bebrüten ist Leben im Ei und nach zwei Wochen sind die Küken schon da. Deshalb muß gleich am Tag der Eiablage der Austausch gegen ein Plastikei erfolgen, da die Entwicklung richtig rasant verläuft bei den Kleinen.

Spielzeug direkt gibt es für die Kleinen eigentlich nicht. Irgendwie beschäftigen sich die Kleinen fast nur mit dem Nestbau und der Fortfplanzung. Aber eine ungiftige Pflanze - Grünlilie z.B. - im Käfig dürfte das Hähnchen schon ablenken.

Wegen des Umsetzens: Du kannst sie ein wenig scheuchen. Einfach die Türen aneinanderhalten und dann hüpfen sie hoffentlich recht schnell in den neuen Käfig. Und ein wenig Aufregung ist doch ok, wenn sie dann einen schönen neuen Käfig haben, in dem auch etwas Platz zum Fliegen ist.

Nika, ich finde es toll, daß Du Dich um die Kleinen so gut kümmerst. Das ist ja nun nicht selbstverständlich. Prima!!
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