Freud und Leid

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Gefragt 25, Feb 2005 in Andere Sittiche von Anonym
Soeben berichte ich von meinem Neuzugang, einem Opalin-Lacewing.

Ich habe meine 3 Welli-Racker rausgelassen im Wohnzimmer, meine Agaporniden mussten im Käfig bleiben. Aber meine Wellis haben sich wohl auf den Käfig meiner Pfirsichköpfchen aufgehalten.

Ich gehe kurz ins Arbeitszimmer, um nach dem Neuen zu sehen und etwas mit ihm zu sprechen. In der Zwischenzeit ist ein schrecklicher Unfall passiert: Freddie sitzt auf der Lampe, die ganze Lampe voller Blut, ich übertreibe nicht, es war wirklich viel.

Er sitzt da mit blutverschmiertem Füßchen und will sich noch nicht einmal von mir in den Käfig setzen lassen und fliegt in panik herum. Ich habe jetzt die Bescherung gesehen, ein Pfirsichköpfchen muss Freddie durch den Käfig ganz gewaltig in den Fuß bzw. die Zehe gebissen haben.

Freddie halt also ordentlich Blut verloren, ich habe ihm erst einmal Korvimin gegeben. Die Wunde ist verschlossen, es blutet nichts mehr.

Anfangs war er noch etwas müde u. saß wackelig auf der Schaukel, aber nach einer halben Stunde fing er an zu zwitschern und sich zu putzen.

Das Ausmaß der Verletzung kann ich noch nicht erkennen, es muss aber schrecklich weh tun, da er den Fuß noch einzieht. Ich weiß auch noch nicht genau, wo er erwischt worden ist. Es sieht so mehr nach Kralle oder den Ballen vor der Kralle aus.

Wollte Freddie erst einmal in Ruhe lassen, morgen werde ich mal abchecken, wo genau die Verletzung ist und wie groß der Schaden ist. Hoffentlich hat er keine Sehne und keinen Nerv verletzt. Und hoffentlich sind auch seine Knöchlein ganz. Wenn so ein Pfirsichköpfchen mal zubeißt, gehe selbst ich vor Schmerzen in die Luft.

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Beantwortet 26, Feb 2005 von Brigitte (131,540 Punkte)
Hallo Siggi,

den Schreck und dein Mitgefühl für Freddies Schmerzen kann ich gut nachvollziehen! :trost:

Aber so etwas oder Ähnliches kann trotz aller Vorsicht passieren.

Freddie scheint die Blutverluste ja dennoch gut verkraftet zu haben; sonst hätte er ja trotz seiner Schmerzen nicht eine Weile später wieder gezwitschert. (Vögel mit lebensbedrohlichen Blutverlusten sitzen "schachmatt" auf einem Ast oder "kippen" gleich von der Stange nach meinen Erfahrungen und Beobachtungen.)

Derzeit ist Freddie m. E. also durch die Blutverluste nicht lebensgefährlich bedroht.

Aber: Wenn so eine Blutung gestoppt ist und sich eine Kruste auf der Wunde gebildet hat, empfinden viele Vögel diese Kruste als Fremdkörper und beginnen dann, in den Tagen und Wochen nach Auftreten der Verletzung immer wieder, an der Kruste herumzuknabbern, was auch bei Freddie in den nächsten Tagen und Wochen evtl. wieder zu erneuten leichten Blutungen führen könnte.

Beispiel: Mein Welli-Hahn Nicki war vor einiger Zeit mit dem Fuß in einem Ring eines handelsüblichen Glöckchenspielzeuges hängengeblieben.

Nicki versuchte, sich selber zu befreien und biss sich dabei fast die Zehe ab. Ich war zu Hause, konnte ihn zwar noch rechtzeitig befreien; aber Nicki knabberte in den Tagen darauf immer wieder an seiner Wunde herum, bis die halbe Zehe dann abgeknabbert war. (Ich konnte ihn durch nichts daran hindern - außer die Blutungen immer wieder zu stoppen.)

Meine persönliche Empfehlung (- die muss nicht in jedem individuellen Fall richtig sein -):

Ich würde Freddie in den nächsten Tagen NICHT in die Hand nehmen, um herauszufinden, wie schwer der Grad der Verletzung ist, um dadurch nicht evtl. neue Blutungen auszulösen.

Natürlich kannst du Freddie auch einem guten TA vorstellen. Der TA wird aber m. E. derzeit nichts weiter tun können, als Freddie Schmerzmittel zu geben, z. B. Traumeel-Tropfen (- bekommt man rezeptfrei in der Apotheke -). Einem Welli mit Schmerzen nach einer Ellenbogenverletzung habe ich auch mal Bryonia spritzen lassen (- auch ein pflanzliches Mittel -).

Selbst, wenn auch Sehnen und Nerven verletzt sein sollten, wird man daran m. E. nicht viel ändern können.

Im schlimmsten Fall wird Freddie eine Lähmung im Fuß zurückbehalten, womit er aber m. E. gut leben können wird, wenn alles verheilt ist.

Meine Henne Lara hatte schon beim Kauf eine Lähmung in einem ihrer Füße. Sie kann mit dem kranken Fuß also keine kleinen Äste, sondern nur Äste und Stangen mit etwas breiterem Durchmesser umschließen. Dies mindert aber ihre Lebensfreude nicht.

Wichtig finde ich, erst mal die Schmerzen zu beseitigen, erneute Blutungen schnell zu stoppen und den Welli derzeit nicht fliegen zu lassen, damit er seinen Fuß bei den Landungen schont. Dies rieten mir in ähnlichen Fällen die TAs immer.

Der Vogel nimmt aber sowieso instinktiv eine Schonhaltung ein, so wie es ein Mensch mit einer Fußverletzung auch tut.

Ich denke und hoffe und wünsche dir, dass Freddie gute Heilungschancen hat und dass sein Fuß möglichst wieder voll funktionsfähig wird.

Viele Grüße
Brigitte
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Beantwortet 26, Feb 2005 von Anonym
Wie es heute morgen aussieht, wurde Freddie gleich an 3 Stellen seines rechten Füßchens verletzt. Das muss ja schrecklich weh tun.

Die Kralle seiner mittleren langen Zehe ist etwas verdreht und sieht zerkaut, hell und jetzt blutleer aus. Seine Krallen sind normalerweise alle dunkel.

Auf der mittleren langen Zehe ist eine kleine Wunde, die jetzt verkrustet ist.

Und der Ballen dort, wo die Kralle wächst hat ebenfalls was abgekriegt.

Also, meine Agaporniden haben ganze Arbeit geleistet. Ich denke mal, die waren sauer, weil ich die Wellensittiche raus gelassen habe und sie nicht. Die Wellis halten sich immer auf genau auf dem Käfig auf.

Freddie klettert wieder ziemlich flink herum, aber er zieht trotzdem immer wieder das verletzte Füßcuen ins Gefieder, man merkt aber auch beim Klettern, dass es noch nicht in Ordnung ist.

Ich muss abwarten, ob da eventuell was von zurück bleibt, wie etwa eine Lähmung oder so, gebrochen scheint wohl nichts zu sein, aber wenn eine Sehne oder ein Nerv unwiderruflich zerstört ist, wird er dort gehandicapt bleiben. Ich hoffe mal nicht, die verdrehte Kralle muss ich beobachten, denn die Versorgung mit Blut ist eventuell nicht mehr gewährleistet und könnte absterben.

Auf jeden Fall habe ich schon öfter gemerkt, dass Wellis ganz schön hart im Nehmen sind, die machen so weiter und nehmen Handicaps hin und machen das Beste daraus. Freddie hat meine Zuwendungen und meine Besorgnis gestern richtig genossen :)
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Beantwortet 26, Feb 2005 von Monika (5,700 Punkte)
Hi Siggi,ich habe Deinen Bericht auch gelesen und wünsche Deinem Freddie gute Besserung,Du schreibst,daß Wellis manchmal hart im Nehmen sind.Da magst Du Recht haben,mein Joschi hat auch ein steifes Füßchen,bedingt durch seine Gicht,ich muß sagen,er kommt bestens damit klar.Daher denke ich,daß Dein Freddie auch damit klar kommen wird.Liebe Grüße von Monika ;)
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Beantwortet 26, Feb 2005 von Brigitte (131,540 Punkte)
Hallo Siggi,

die "zerkaute" Zehe von Freddie wird nach meiner Erfahrung nicht mehr zu retten sein.

Dennoch wird Freddie, wenn die Schmerzen beseitigt und die Wunde verheilt sind, wieder Lebensfreude haben.

Kopf hoch! Klar, das ist ein Schock! Und man macht sich dann evtl. auch noch selber Vorwürfe, dass man etwas falsch gemacht haben könnte.

Aber man kann beim allerbesten Willen und trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht immer alle Gefahrenpotenziale erkennen.

Freddie würde auch mit einer möglichen Lähmung des jetzt verletzten Fußes gut leben können.

So ein kleiner Knirps tut einem Leid, wenn man sich das als Vogelhalter/in ansehen muss, dass ein Vogel leidet.

Dennoch: Nach Auftreten einer Verletzung - sei es eine offene oder geschlossene Verletzung, wie z. B. eine Verstauchung - geht es dem Vogel in der Regel nach einigen Tagen besser, was dann auch zu sehen ist.

Vögel mit Handicaps lernen wie wir Menschen auch, damit zu leben.

(Meine Henne Nelli lebt auch mit ihrer Flugbehinderung. Sie hat sich vor über 1 Jahr eine irreversible Luxation (Ausrenkung) in der Schulter zugezogen. Operarationschancen wären nach meinem Telefonat mit der Uni-Klinik, Geflügelinstitut in Gießen, nur zu ca. 10 % erfolgreich gewesen. Also sah ich von einer Operation in diesem Fall ab.

Nelli kann seitdem nicht mehr fliegen. Aber sie hat diese Behinderung dadurch kompensiert, dass sie eine wahre Kletterweltmeisterin geworden ist. Zudem hat sie trotz ihrer Behinderung einen Partner im Schwarm! Nelli ist also auch mit ihrer Behinderung im Schwarm in keiner Weise benachteiligt.)

Letzteres zum Trost und als Beispiel, dass Wellis mit Behinderungen gut leben können - wie wir Menschen auch.

Alles Gute für Freddie!

Viele Grüße
Brigitte
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Beantwortet 26, Feb 2005 von pinksonnenscheinchen (280 Punkte)
Liebe Siggi, :(
das tut mir sehr leid für den kleinen Freddi, aber wie du schon sagst sind diee kleinen Racker ganz schön robust. Schrotti hat es leider auch schon geschafft sich zweimal eine Wund am Kopf zu holen. Und unser Zimmer ist eigentlich schon sehr hoch. Das ist vielleicht ein Schreck wenn du mit einem fröhlichen "Guten Morgen" ins Zimmer kommst, und der junge Mann dich erstmal mit ner Schramme am Kopp anschaut. Aber wirklich ohne Regung von seiner Seite, halt ein richtiger Kamikazefklieger. Und dann siehst man noch schön die Blutspur an der Decke. Jetzt scheint er es aber im Griff zu haben, ist schon seit einem dreiviertel Jahr nicht mehr passiert. Gott sei Dank!!!!!!! :D
Wünsche Dir ein schönes Wochenende und Gute Besserung für den Kleinen.....
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Beantwortet 27, Feb 2005 von Gabi (105,260 Punkte)
Hallo Siggi!

Puh, das ist ja übel! Der arme Kleine!

Hoffentlich heilt die Wunde gut ab und er behält keine Verletzung zurück.
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Beantwortet 27, Feb 2005 von Vera30 (10,000 Punkte)
Hallöchen,

och menno der arme kleine, gute besserung auch von mir :-)

Aber auch ich denke er wird sich schnell erholen.

Gruss
Vera
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