Zebrafinkweibchen liegt im Sterben

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Gefragt 9, Nov 2004 in Prachtfinken von Nika (10,640 Punkte)
Hallo!
Ich hatte vor einigen Monaten bereits über das Zebrafink-Pärchen eines psychisch kranken/behinderten Paares, das von mir beruflich betreut wird, berichtet.

Nachdem wir vor einiger Zeit die Tiere trennen mussten, da das Männchen das Weibchen fast totgebissen hatte, besserte sich der Zustand des Weibchens deutlich.

Die Federn wuchsen nach, es sang wieder, liess sich Futter und Wasser schmecken.

Am Wochenende berichtete mir die Besitzerin jedoch leider, daß das Tier im Sterben liegt. Ganz erschöpft am Boden, konnte kaum mehr das Köpfchen aufrecht halten. Kein Appetit. Einfach ganz kraftlos.

Habe mit der Besitzerin die letzten möglichen Massnahmen besprochen. Ein Tierarztbesuch wird von ihr abgelehnt... u.a. aus finanziellen Gründen. Somit konnte ich ihr nur einige Tipps nennen, die dem Vogel seine letzten Stunden erleichtern (Wärme, Ruhe, leise Gespräche etc...). Wir haben zwar konzentrierte Vitamine ins Wasser gegeben, Futter ist auch vorhanden, aber es sieht m.M. nach sehr, sehr schlecht aus.

Ich kenne mich mit Zebrafinken leider kaum aus, zudem sind mir die Hände gebunden, da es nicht mein eigenes Tier ist und ich somit in Sachen "einschläfern lassen" etc keine Handlungsbefugnis hab.

Falls das Tier stirbt, dann möchte die Besitzerin einen zweiten Vogel haben. Sie tendierte in Richtung Wellensittich, das hab ich ihr jedoch gleich ausgeredet, weil man ja auch an das noch vorhandene Zebrafinkmännchen denken muss.

Wird nun aber wieder ein Weibchen gekauft, dann besteht doch die Gefahr, daß das Männchen wieder ähnlich aggressiv und gefährlich reagiert und es dem Weibchen so ergeht wie seiner Vorgängerin. Auch bezüglich Dauereierlegen etc etc... ich kann zwar der Dame Hinweise geben, aber ich bin nicht immer vor Ort und sie macht im Endeffekt eh was sie will und geht auf andere Ideen nicht immer ein.

Könnte man ein zweites Männchen dazu setzen, damit man dieses Eierlegen vermeiden kann? Oder vertragen sich 2 Männchen nicht?

Ich kenn mich mit dieser Vogelart wirklich kaum aus und bin echt hilflos.
Wäre toll, wenn Ihr ein paar Tipps für mich hättet...vielen Dank!

PS: Natürlich wäre es besser der Kleinen tierärztlich helfen zu lassen bzw sie erlösen zu lassen... aber es sind nicht meine Tiere und mir sind da echt die Hände gebunden. :cry: Ich hoffe wirklich sie schläft ruhig ein und sie hats bald überstanden. :cry:

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Beantwortet 10, Nov 2004 von Duplicate Pinguin (12,120 Punkte)
Hallo Nika!

Sorry für die späte Antwort, aber es ist ja leider nicht so eilig, weil Du ja eh' nichts machen kannst. :(

Prinzipiell kann man auch Zebrahähne zusammen halten - viele Züchter trennen außerhalb der Zuchtzeit auch nach Geschlechtern, eben weil Zebras andauernd brutwillig sind. Daß es allerdings diesmal nicht zu Aggressionen kommt, kann man nicht ausschließen, denn es könnte ja sein, daß der vorhandene Hahn einfach unsozial ist. Aber einen Versuch ist es auf jeden Fall wert, vor allem, um Nachwuchs zu verhindern.

Alles Gute und auch ich hoffe, daß es die Henne bald hinter sich hat. Arme Maus. :(
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Beantwortet 14, Nov 2004 von Nika (10,640 Punkte)
Hallo Andrea!
Vielen Dank für die Tipps.
Ich werde morgen erfahren, ob das Zebrafinkweibchen verstorben ist und in diesem Falle dann einen zweiten Zebrafinkenhahn dazusetzen.

Ich weiss leider nicht durch was die Aggressionen des Männchens verursacht wurden, aber ich vermute es liegt an dem kleinen Käfig (wobei der jetzt genutzte gut 3x so gross, wie der erste ist) und der z.T. falschen Fütterung. Zudem an dem Nichtannehmen meiner Hinweise durch die Besitzerin... so ist sie auf die Idee mit dem Nistmaterial nur bedingt eingegangen, ebenso auf die Plastikeier. Hatte zwar alles gekauft, aber die Dame ist z.T. echt stur und man kann nichts tun.

Eine echt komplizierte Situation jetzt noch ein zweites Tier dazuzusetzen, aber ich kann das Männchen ja nicht für den Rest seines Lebens alleine lassen. :(
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Beantwortet 3, Dez 2004 von Ines (2,820 Punkte)
Das kann doch wohl nicht wahr sein!!! Da läßt man einen Vogel verrecken, weil die Leute kein Geld haben?? Dann müssen sie die Vögel eben abgeben!!! Und dann wird auch noch debattiert, welchen Vogel man als nächstes bei einer auftretenden Krankheit verrecken läßt oder wie????
Schade, daß ich nicht weiß, wo sich das abspielt. Eine Anzeige wäre wohl das mindeste! Psychische Erkrankungen sind noch lange kein Freibrief für Tierquälerei!! Da platzt einem doch der Kragen!!!
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Beantwortet 7, Dez 2004 von Duplicate Pinguin (12,120 Punkte)
Hallo Ines!

Prinzipiell hast Du schon Recht.

Aber man kann nicht einfach Tiere beschlagnahmen bzw. wegnehmen, nur weil die Besitzer Tierarztbesuche aus welchen Gründen auch immer ablehnen.

Und Nika kümmert sich darum, daß es den Kleinen so gut wie nur möglich geht - und würdest Du tatsächlich wollen, daß das Hähnchen allein bleibt, bis es auch stirbt? Das ist doch auch Tierquälerei, denn Zebras vertragen wie alle Vögel keine Einzelhaltung.

Ohne das jetzt irgendwie beschönigen zu wollen: Es gibt viele Tierhalter, die nicht zum TA gehen, einfach weil sie meinen, der Tod in der gewohnten Umgebung ist angenehmer als der Streß der Fahrt und der Untersuchung und ggf. Behandlung.

Leider ist das so, man kann nichts dran ändern, außer die Bedingungen so gut wie möglich zu gestalten, indem hier im Forum Tips gegeben werden, was für die Zukunft besser ist.

Und wegen der Anzeige: Aus eigener trauriger Erfahrung kann ich sagen, daß Amts-TÄ oft nicht im Sinne der Tiere handeln, sondern andere Maßstäbe anlegen. Insofern ist nicht gesagt, daß sich die Situation der Zebrafinken bei diesen Haltern durch eine Anzeige ändern würde.
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Beantwortet 7, Dez 2004 von Nika (10,640 Punkte)
Hallo!
@Andrea: Vielen Dank für Deine Unterstützung. Das Weibchen ist im Schlaf verstorben und wurde auf meine Empfehlung auch beerdigt (und nicht im Müll "entsorgt", wie das einige Kollegen praktizieren).

Wir haben uns jetzt geeinigt (mehr oder weniger), daß in unseren Wohngruppen keine neuen Tiere mehr aufgenommen werden. Wie es jetzt allerdings mit den nach Todesfällen zurückbleibenden Tieren aussieht, ob Partner dazugekauft werden "dürfen", ist noch nicht entschieden. Ich persönlich tendiere mittlerweile eher in die Richtung, Abgabe der Tiere an verantwortungsvolle Menschen, die der Verantwortung gewachsen sind, aber ich habe dies (leider) nicht zu entscheiden.

@Ines: Der aggressive Tonfall den manche Mitglieder mittlerweile draufhaben, ist sicherlich mit ein Grund dafür, weshalb andere Teilnehmer nicht mehr oder nicht mehr häufig im HTC vorbeischauen.
Mehr tun als Leiden vermindern kann man leider manchmal nicht tun. Es bricht mir selbst das Herz, aber es ist nunmal so.

Ich habe bereits mehrere Abgabetiere bei mir, aber für alle Tiere kann ich (auch finanziell) nicht aufkommen, so leid es mir tut.
Und überleg mal selbst, auf welche Art viele Vögel (oder andere Tiere) gehalten werden. Bei vielen Menschen hört die Tierliebe dann auf, wenn ein Tier krank wird oder anderen Kummer bereitet. Und das interessiert kaum jemanden.
Und auch gesunde Menschen sind nicht ohne weiteres gewillt ein Tier gut zu versorgen oder im Krankheitsfall hohe Rechnungen zu zahlen. Und auch in diesen Fällen wird nicht mit Anzeigen o.ä. gedroht (wenn es auch manchmal vielleicht Sinn machen würde).
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Beantwortet 9, Dez 2004 von Ines (2,820 Punkte)
Das interessiert kaum jemanden, wenn Vögel unter schlechter Haltung oder der Dummheit und Ignoranz ihrer Besitzer zu leiden haben? Mag sein -MICH interessiert das aber sehr wohl! Fast jeden Tag werde ich mit solchen Fällen konfrontiert und immer steht irgend wer dabei und sagt "Hach,der arme Vogel" und "Huch, da bricht mir ja das Herz" - aber selber mal den Hintern hochzukriegen, um etwas zu verändern -das macht keiner. Und das geht mir sowas von auf den Geist! Offensichtlich muß man das den Leuten so und noch viel drastischer klarmachen, bevor sich in den Köpfen etwas ändert -statt auf "Etikette" zu achten!
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