Frust mit Tieren im Ausland

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Gefragt 21, Okt 2003 in Andere Sittiche von Mary (3,220 Punkte)
Hallo Cordula,

was, dass Tierverständnis und noch besser der Tierschutz in manch Ländern angeht, ich denke da besonders an den asiatischen Raum, da wird wohl manch einer nur den Kopf schütteln und es nicht begreifen.

Ich finde aber nicht, dass hier bei uns alles ideal ist, auch bei uns gibt es leider viel zu kleine Käfige zu kaufen und viele Vögel bekommen zu wenig
bis gar keinen Freiflug, von Einzelhaltung, die es ja leider immer noch gibt, ganz abgesehen.

So weit ins Ausland müssen wir meiner Meinung nach gar nicht schauen.

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Beantwortet 21, Okt 2003 von Cordula (38,580 Punkte)
Hallo zusammen, :wink:
ich bin vor einer Woche aus Tunesien wiedergekommen und war, wie immer, geschockt von den Bedingungen, unter denen 'im Süden' Tiere gehalten werden. Sicher übertreiben es in Deutschland viele mit ihrer Tierliebe, aber die Südländer haben oft überhaupt keine Beziehung zu ihren Tieren.
Wir haben auf einem Halbtagesausflug eine Töpferei besichtigt. Da stand im Verkaufsraum, der übrigens keine Fenster hatte, nur Neonlicht, ein winziger Vogelkäfig. Ich schätze die Maße auf 30x20x25 cm. Wobei die Höhe nur an der höchsten Stelle erreicht wurde, das Dach war spitz zulaufend. In diesem Käfig saßen 3 (!) wunderschöne Welli's und machten einen Riesen-Radau. Die taten mir sooo leid, ich konnte gar nicht auf die Vorführung achten.
Später kam dann ein Verkäufer auf mich zu. Ich sprach ihn auf die Welli's an und daß der Käfig viel zu klein sei. Aber er lachte nur und sagte: 'Schön, nicht?' Dann ging er weg - er konnte ja nichts verkaufen. :cry:
Auf dem Boden des Käfigs lag übrigens ein Baguette, sonst war kein Futter im Käfig...
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Beantwortet 21, Okt 2003 von Cordula (38,580 Punkte)
Hallo Mary,
natürlich hast Du recht und auch in Deutschland ist nicht alles ideal. Über die im Verkauf erhältlichen Käfige habe ich mich schon oft aufgeregt. Trotzdem bezweifele ich, daß hier jemand auf die Idee kommen würde, 3 Tiere in einem Mini-Käfig mit obigen Maßen zusammenzupferchen. Hier würde es wohl auf Einzelhaltung hinauslaufen...auch nicht viel schöner. Diese 3 Welli's konnten nicht einen einzigen Flügelschlag tun.
Mir fiel halt auf, daß in den südlichen Ländern die Vögel besonders grausam behandelt werden. Die Kanari's hängen in winzigsten Käfigen, und fast immer einsam, an fast jeder Hauswand. Und vor 2 Jahren in Griechenland habe ich im Schaufenster eines Zoogeschäftes einen Papagei in einem Käfig gesehen, der KEINE einzige Stange hatte!!! Das arme Tier hing an der Käfigwand.
Ich glaube, hier in Deutschland machen die Leute Fehler aus Unwissenheit, aber meist lieben sie ihre Tiere. Natürlich gibt es auch hier unrühmliche Ausnahmen.
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Brigitte (131,540 Punkte)
Hallo Cordula,

oh Gott!

Leider werden aber in manchen Ländern nicht nur Vögel so behandelt, sondern auch andere Haustiere.

Gelegentlich habe ich auch schon Mails an internationale Tierschutzorganisationen geschrieben, wenn ich z. B. im ausländischen Internet total verwahrloste Vögel gesehen habe oder gar solche, denen die Flügel gestutzt waren, was im anglo-amerikanischen Raum leider immer noch sehr verbreitet ist.

Meine Schwiegermutter, auch Welli-Halterin, war vor einiger Zeit in Ungarn und hat dort einen Welli-Halter gesehen, der sag' und schreibe mehr als 10 Wellis in einem kleinen Einzelkäfig hielt. (Meine Schwiegermutter hat diesem Welli-Halter einen neuen großen Käfig geschenkt.)

Das Problem ist, dass es sehr schwer ist, in solchen Ländern auf internationaler Ebene etwas zu erreichen, wenn die nationale Gesetzgebung in solchen Ländern den Tierschutz eher nachlässig behandelt.

Wir können derzeit nichts weiter tun, als an die zuständigen Stellen (- sofern es solche gibt! -) Mails zu schreiben oder diese anzurufen.

Das habe ich oft auch schon gemacht. Aber man darf dennoch nicht aufgeben! (Steter Tropfen höhlt den Stein, sagt das Sprichwort.)

Ich gebe dennoch die Hoffnung niemals auf, dass man trotz allen Übels die Lebensbedingungen für Mensch und Tier manchmal doch wenigstens ein klein wenig verbessern kann!

Viele Grüße
Brigitte :) :)
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Silence (13,540 Punkte)
also das deutsche tierhalter ihre tiere meistens aus "unwissenheit" schlecht behandeln, stimmt meiner meinung nach kein bisschen. unwissenheit lass ich noch durchgehen, wenn ein welli-halter z.B. eine falsche baumart nimmt oder sowas in der art.

aber manche sachen sind so offensichtlich, dass man echt nur 1 min überlegen muss... und nicht einmal diese eine minute nehmen sich die meisten vogelhalter :( schmirgelpapier als sitzstangenbezug? HALLO?? man müsste die leute, die das kaufen, einmal kurz durchschütteln, vielleicht würde ihnen dann ihre dummheit auffallen...


zu tierhaltung in anderen ländern: leider ist es so, je ärmer die menschen, desto schlechter gehts auch den tieren. weil, wenn man als mensch selbst nichts zu essen hat, dann ist "tierliebe" schon, einem welli ein baguette zu überlassen... dort gelten halt ganz andere vorstellung: was hier jeder gleich als tierquälerei ansieht, ist in den augen der dort lebenden menschen luxus. der vogel hat immerhin was zu essen!!!! ein privileg, dass nicht einmal jeder mensch hat.

natürlich gibt es in diesen ländern auch "absichtliche" quälerei von tieren... das bestreite ich nicht.

aber in afrikanischen ländern würden sich die menschen hüten, ihr vieh so zu behandeln wie wir unser vieh behandeln. weil das überleben der menschen nunmal vom überleben der tiere abhängt. dort behandelt man, trotz aller armut, die tiere gut, weil man lange was von ihnen haben möchte.
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Anonym
Hallo Silence,

da muß ich Dir leider widersprechen. diese Sandhülsen habe ich die Tage auch wieder gesehen in der Zoohandlung und echt fast was an mich gekriegt! :x
Aber viele Welli-Halter sind einfach zu faul sich ein Buch zu kaufen und drin zu lesen und bekommen eben vom "Fachpersonal" in Zoohandlungen erklärt, daß sie dieses Papier brauchen und ein Einzelwelli muß ein Spiegel und ein Plastikvogel rein.
Als wir unsere ersten beiden Wellis gekauft haben, kauften wir uns bei Dehner einen großen Käfig (1m breit), damit sie auch ein paar Flügelschläge machen können wenn die Tür zu ist. Ich sagte dann: "Jo, der ist groß genug für 2 Wellis!" Die Verkäuferin meinte dann, er sei sogar groß genug für vier. Ich schaute sie dann scharf an und sagte: "Danke fürs Gespräch! Eine Abstellkammer "reicht" einem Menschen theoretisch auch zum leben!!!" Da hat sie kapiert, was ich meine.

Wenn mir sog. "Fachpersonal" was erzählt, dann glaube ich doch normalerweise solche Sachen als Laie. Und als Laie informiere ich mich doch bei denen, die sich damit auskennen müßten. :? Ist aber leider nicht immer so.
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Cordula (38,580 Punkte)
@Brigitte
Das mit der internationalen Tierschutzorganisation ist eine tolle Idee! :daumenhoch: In dem Fall mit dem Papagei wäre das sicher angebracht gewesen-ist leider, wie gesagt, schon gut 2 Jahre her. Bei den Welli's hätte man, glaube ich , schlechte Chancen. Der nationale Tierschutz wird diese Haltung vermutlich nicht als Quälerei sehen. Immerhin waren es ja auch 3 Welli's. Der einzige Umstand, der mich etwas beruhigt hat. So können die armen Zwerge wenigstens schmusen, sich gegenseitig putzen und was vorzwitschern. Geteiltes Leid ist halbes Leid...
@Silence
An Dein Argument, daß Menschen Tiere schlecht behandeln, wenn es ihnen selbst schlecht geht, habe ich schon gedacht. Aber in diesem Fall trifft es bei weitem nicht zu. Der Besitzer hatte ein riesiges Töpfergeschäft, in dem täglich hunderte Touristen Geld lassen. Zudem sehe ich nicht ein, warum jemand, der hungern muß, sich 3 Welli's anschaffen sollte... Nein, in diesem Fall, denke ich, trifft das Argument nicht.
Und das Vieh war dort mit zusammengebundenen Beinen auf dem Feld. Eine Ziege mußte auf den Vorderfüßen knieen und konnte nur vorwärts robben. Die Esel hatten alle 4 Läufe zusammengebunden.-
Zur Unwissenheit hierzulande kann ich nur sagen: ob Du Zoofachverkäufer fragst oder Bücher liest: die Aussagen sind ähnlich und artgerechte Käfige kaum zu kaufen. Ich finde es schwer, selbst für einen willigen Vogelhalter, zu wissen, was das beste für ein Tier ist. Natürlich klingt es logisch: je größer der Käfig, desto besser. Aber es gibt halt kaum große. Und wenn, dann meist hoch und nicht breit, was überhaupt nicht artgerecht ist. Nicht alle Menschen haben die Möglichkeit im Internet zu stöbern und auf gute Foren zu stoßen. Und auch im Internet gibt es sehr viele falsche Aussagen. Ich glaube einfach nicht, daß jemand boshaft seinem Tier einen zu kleinen Käfig oder Schmirgelpapierstangen kauft. Sie wissen es einfach nicht besser. Für mich ist einfach unbegreiflich, weshalb der Tierschutz HIER keine Schranken setzt und den Verkauf solcher Produkte unterbindet...
@Stefan
Da gebe ich Dir völlig recht, meist verläßt man sich auf die Aussagen des sogenannten Fachpersonals und ist damit oft verlassen...
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Manu (65,400 Punkte)
In irgendeinem Fachblatt (ich schätze WP Magazin) habe ich mal Bilder von einem Markt inAsien irgendwo gesehen, wo sie Wellis verkauft haben, die waren gestapelt wie Bananen in einer Kiste, in einem Käfig wo wir einen halten würden (was wir nicht tun würden ;) ) saßen da bestimmt 30 Vögel, aufeinander, nebeneinander, die Schwächsten schno am Boden ... wenn ich sowas sehen würde, ich glaube ich würde sie alle kaufen und irgendwie versuchen zu exportieren! :evil:
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Brigitte (131,540 Punkte)
@ Cordula und alle

Wir haben ja in Deutschland ein recht gutes Tierschutzgesetz. Wenn doch aber auch dafür gesorgt würde, dass die Bestimmungen auch eingehalten werden!

Mir drängt sich der Eindruck auf, je kleiner und "vom materiellen Wert her wertloser ein Tier ist" (- wie z. B. unsere kleinen Wellis -), desto schwieriger ist es, die Behörden bei aufdeckten Missständen zum Einschreiten zu bewegen.

Und über dieses Schmirgelpapier im Zoohandel rege ich mich auch immer wieder auf! Da erzählt dann sog. Fachpersonal den Vogelhaltern auch noch den Blödsinn, dass Wellis das bräuchten, um ihre Krallen abzuwetzen! :x (Es ist mir unbegreiflich, dass der Verkauf solcher mit Sandpapier überzogener Sitzstangen immer noch nicht verboten ist! :x )

Viele Grüße
Brigitte :) :)
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Manu (65,400 Punkte)
Hallo Brigitte,
es ist auch sehr schwierig, die Gesetze bei großen Tieren durchzusetzen, ich denke da nur an die Zirkuselephanten, da habe ich neulich erst wieder einen Bericht gesehen. Die sollen konfisziert werden, aber die Besitzer drohen, die Elephanten auf die Polizisten zu hetzen! Da frag ich mich echt, wie kann man vor laufender Kamera solche Tierquälerei betreiben und sich so schlecht hinstellen, ehrlich!

Und auch wenn Haltungsverbote ausgesprochen werden ... es ist doch niemand da, der sowas kontrolliert. Die Amts-TÄ sind total überlastet. ICh habe erst neulich mit einem TA gesprochen der meinte unser Landkreis bräuchte locker 12-13 Ärzte, um all seinen Pflichten nachzukommen. Und wir haben 3 Stück! Tolle Quote!
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Silence (13,540 Punkte)
um nochmal auf die armen länder einzugehen: als ich in tunesien urlaub machte, war ich auch geschockt von der art, wie z.B. hunde behandelt wurden... halbverhungert torkelten sie auf den straßen rum...
aber es ist nunmal klar, dass ein armer mensch erst versucht seine familie zu ernähren, und als letztes kommen die tiere dran. leider ist es so :( man muss den menschen und den tieren parallel hilfe bieten, tierschutz alleine bring nichts...

zu den haltungsbedingungen auf ausländischen märkten: es ist wirklich brutal, wie dort mit tieren ganz "öffenltich" umgegangen wird... aber mal ehrlich, in deutschland ist es auch nicht besser, es passiert nur hinter geschlossenen türen. da werden hühner zu fünft in einen käfig eingepfercht, der nicht einmal für einen welli reichen würde... schlachtvieh wird auf brutalste weise in transportern quer durch europa gekarrt, dutzende verdursten unterwegs oder brechen sich die beine...

man braucht garnicht weit ins ausland zu blicken, und sagen: uh, dort gehts den tieren aber schlecht! es gibt genug tiere, die hier in deutschland unentliche qualen leiden.
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Manu (65,400 Punkte)
Ja eben, das sage ich ja und wieso? Weil kein Mensch da ist, der genug Kontrollen macht. Überall wird Personla eingespart und was komm tunterm Strich raus ... nur Müll!
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Silence (13,540 Punkte)
@ manu:
ja, leider ist es so. auch wenn es gesetze gäbe, die z.B. einzelhaltung von vögeln verbieten´würden, gäbe es keinen der das kontrollieren könnte. das ist das ironische an unserem "tierfreundlichen" staat... diese tierliebe existiert ,wenn überhaupt, dann nur auf dem papier.
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Manu (65,400 Punkte)
Genau das ist der Punkt, Und solange keiner da ist, der kontrolliert ... "wo kein Kläger ist, da ist auch kein Richter!"

So ist es leider und deshalb können es sich so viele Leute leisten, einfach aus Egoismus ihre Tiere falsch zu halten, denn ihnen passiert ja eh nix!
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Beantwortet 22, Okt 2003 von Brigitte (131,540 Punkte)
@ Silence und alle

Da hast Du völlig Recht!

Wir haben in Deutschland ein recht gutes Tierschutzgesetz, aber kaum jemand sorgt dafür, dass die Bestimmungen auch eingehalten werden!

In Ost-Afrika, in Gegenden ohne Strom und Wasser und ohne geteerte Straßen, habe ich so manchen Hund gesehen, der irgendwie überlebt hat - leider oft allein durch das Fressen von vom Menschen angenagten Ziegenknochen. (Aber die Hunde mussten draußen vor den Lehmhütten bleiben!)

Viele Grüße
Brigitte :) :)
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Beantwortet 23, Okt 2003 von Manu (65,400 Punkte)
Ja Brigitte,
da hast du recht, aber ich finde es ist ein großer Unterschied ob es sich um ein Tier in den Entwicklungsländern oder Schwellenländern handelt, wo man einfach kaum Essen für sich hat, da kommen die Tiere durch oder nicht, das spielt eine untergeordnete Rolle.

Oder aber ob man ein Tier in den Industriestaaten hält. Ich meine, viele Obdachlose kümmern sich besser um ihre Tiere als so mancher Prolet, der seine Tiere nur zur Zierde hält und keine Ahnung davon hat! Ich ifnd einfach peinlich, solche Gesetze und Verbote zu erlassen, wo man eh weiß, daß die Durchsetzung utopisch ist! Noch dazu in einem Land, das Millionen für Blödsinn wie "Dieter Bohel Bücher" ausgibt, aber in dem man seinem Hund nichtmal gescheites Futter kauft.
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