Angstaggressivität

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Gefragt 6, Sep 2005 in Hunde von manee (38,820 Punkte)
So, wenn ich schon mal beim Thema "Angstaggressivität" bin (s. vorheriger Thread), dann hätte ich da mal eine Frage, bzw. möchte ich Meinungen hören:
Unser Kurzbein-Malinois wiegt trotz seiner geringen Höhe 20kg reine Kraft, außerdem ist sie sehr temperamentvoll. Dieses verbunden mit Angst ist eine unglückliche Kombination. Packen wir noch den Schutztrieb drauf,sind wir perfekt.
Es geht um unser Zuhause und die Gegend drumrum, diese Gegend wächst, je dunkler es draußen wird. Letztes Jahr ging sie ohne Ansatz ab wie eine Rakete, wild bellend an den Leuten hoch und Zähne angesetzt. Waren diese uninteressiert, wandte sie sich ab. Sie biss nicht, aber lustig findet sowas keiner.
Inzwischen geht sie nicht mehr an den Leuten hoch. Im Haus kann sie das Bellen noch nicht lassen, lässt sich aber abrufen und geht auf Befehl ins Körbchen, wo sie sich zwar wesentlich ruhiger verhält, sie aber immer noch beunruhigt ist. Im Garten meldet sie sich nur noch seltenst bei Passanten, wenn, dann ist mit einem "Schluss" von uns sofort Ruhe.
Aber außerhalb unseres Grundstücks ist es schwierig (wobei wir diese Situation momentan natürlich nicht mehr aufkommen lassen) Sie düst sofort los, egal aus welcher Situation heraus, das kann Spielen mit anderen Hunden oder UO-Übungen sein, und lässt sich nicht rufen. Wir haben uns jetzt ein Sprühhalsband geholt und benötigen jetzt eine Testperson :D . Aber: Soll dabei ein anderer Hund noch dabei sein, der ihr zeigt, dass alles in Ordnung ist? Oder sollen wir das Ganze erstmal mit anderem Hund ohne Sprühhalsband versuchen? Ich komme auf den Gedanken, weil Hunde sich viel von anderen abschauen -allerdings ist es bei Winnie nicht so sehr der Fall, wenn sie unsicher ist.
Ich hab bestimmt noch eine Menge Infos vergessen, welche?

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Beantwortet 11, Sep 2005 von Anonym
Hallöchen! Bin gerade mal vom Kaninchenforum durch die anderen Foren hier. Haben zwar auch einen Hund (kniehoher Mischlings-Schmuse-Rüde), kann Dir aber zu Deinem Problem keine wirkliche Antwort geben da unser Teddy glaub ich gar nicht was Zähne zeigen heißt!!

Was meinst du mit Sprühhalsband???

Dass sich Hunde voneinander abschauen glaube ich schon. Aber wenn deine "Kleine" :) so derart angespannt ist, glaube ich nicht dass es viel bringt. Ob sie den anderen Hund dann überhaupt wahr nimmt? Aber schaden kann es nicht! Würde es mit zweitem Hund versuchen!
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Beantwortet 18, Sep 2005 von Anonym
Hmm Hasili, wa meintest Du damit?

quote: Dass sich Hunde voneinander abschauen glaube ich schon. Aber wenn deine "Kleine" smile so derart angespannt ist, glaube ich nicht dass es viel bringt. Ob sie den anderen Hund dann überhaupt wahr nimmt? Aber schaden kann es nicht! Würde es mit zweitem Hund versuchen!


Was denn nun?? Du schreibst erst ja dann nein und dann doch ... :rolleyes:


@ manee ich würde ein paar Einzelstunden bei einem profi empfehlen. diese Erziehungshilfen sind kein Ausknopf für Fehlverhalten und sollten auf jeden Fall vom Fachmann erklärt werden.

Sonst macht man am Ende mehr falsch als richtig.

Bei Angst sollte man keine negative Bestärkung wie ein unangenhmer Reiz wie vom Sprühband ausgeht setzen sonder eher positives Verhalten bestärken.

Einzelpunkte kann man natürlich auch mal in einem Buch oder hier erlernen aber bei einem so komplexen Problem ist auf jeden Fall mal eine Initialberatung zu empfehlen.

Ihr werdet sicher einen Riesenschritt weiterkommen und wenn Ihr wißt wie schafft Ihr den Rest allein.

Viel Glück



;)
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Beantwortet 18, Sep 2005 von Anonym
@Katie

Ich meinte damit, dass ich es auf jeden fall mit einem zweiten Hund versuchen würde, man sich aber nicht all zu große Hoffnungen machen sollte, dass es was bringt! Aber ein versuch ist es wert! --> Also JA

Aber wahrscheinlich hast du recht, dass das Problem bei einem Profi am besten aufgehoben ist!
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Beantwortet 19, Sep 2005 von Anonym
Auf jeden Fall sollte erst das Problem mit dem ersten Hund gelöst sein weil der zweite Hund defintiv nicht den ersten erzieht oder ihm was beibringt.
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Beantwortet 19, Sep 2005 von manee (38,820 Punkte)
@Katie
Ich weiß, dass die Nutzung von Erziehungshilfen nicht so einfach ist, wie es aussieht oder sich anhört. Wir haben, unter Anleitung einer Trainerin, gelernt, Eriehungsscheiben im richtigen Moment einzusetzen. Wenn man ehrlich ist, ist es genauso wichtig, den richtigen Moment für die positive Bestätigung zu lernen, sonst haut das ebenfalls daneben. Unsere Trainerin war darin nicht nur gut, sondern geradezu pedantisch und nervig :D , also genau richtig. Die Einzelstunden bei ihr haben viel gebracht. Aber ich glaube inzwischen, dass ich mit der Einwirkung von Erziehungshilfen nicht mehr weiterkomme, da es sich hier nur um Unsicherheiten handelt. Ich erklär mal das Drumrum, soweit es geht:
Momentan bekomme ich bestätigt, was ich die ganze Zeit schon beobachte:
Winnie baut seit Monaten ihr Vertrauen und ihre Bindung zu uns auf, woran wir sehr intensiv mithelfen. Es entwickelt sich schubweise, so ein Schub ist deutlich zu erkennen. Und jedesmal wird die UO von alleine besser, und sie traut sich inzwischen sogar, ihre Langeweile zu zeigen (was nicht heißt, dass ich darauf eingehe, dafür habe ich bei weitem nicht jedesmal Zeit). Aber: Jedesmal ist das, was wir runtergeregelt haben bzgl. Passanten und Besuch, wieder weg. Wir fangen zwar nicht mehr ganz von vorne an, aber fast. Sie wirkt immer sehr beruhigt, wenn sie merkt, dass ich da bin und ihr die Verantwortung abnehme, aufhören kann sie trotzdem nicht. Sie schaut mich fragend an, als ob sie nicht so richtig weiß, was abgeht.
Winnie ist eine sehr willige Hündin, der ihr von Trainern nachgesagte Dickschädel ist nicht da. Vor anderen Dingen konnten wir ihr dauerhaft die Angst nehmen, je nachdem mit positiver Bestätigung oder mit Beschwichtigungssignalen. Bei neuen Dingen, die sie beunruhigen, schaut sie uns an und versucht, sich an uns zu orientieren, aber bei Dingen, die für sie gewohnt-beunruhigend sind, wie z.B. Toaster, Regen auf dem Dachfenster oder Staubsauger, da ist nicht an sie ranzukommen. Sie ignoriert uns dann völlig.
Soll ich "einfach" abwarten, bis sie ihr Selbstbewusstsein ganz gefunden hat? Oder kann ich es irgendwie sonst beeinflussen? Mir fällt nichts mehr ein: Erziehungshilfe, Positive Bestätigung, Beschwichtigungssignale. Anfangs haben wir sie lt. Rat der Trainerin angebunden, wenn Besuch kam, außerhalb des Zimmers, damit sie lernt, dass sie nichts zu melden hat. Da ging man von Dominanz aus, die hat sie aber definitiv nicht.

So, hab mir das Ganze noch einmal durchgelesen, und ich muss sagen: Ein ganz schönes Durcheinander, mein Geschreibsel. Aber ioch weiß nicht, wo anfangen, also lass ich es mal so stehen. :D
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Beantwortet 29, Sep 2005 von Blinky (2,720 Punkte)
Hallo Manee,

wenn ich dich richtig verstehe, hast du deinen Hund nicht von klein auf?
So ging es uns auch,unsere Colliehündin kam mit 1,5 J zu uns und bestand nur aus Angst.
Gott sei Dank hat sie dabei nie jemanden angegriffen oder auch nur versucht zu beißen. Sie lief einfach weg, wenn das auch weniger gefährlich ist, ist es doch trotzdem genauso nervig.
Neben viel Erziehung ( wie du ja selber schon erzählt hast) haben uns Bachblüten sehr geholfen. Die allein wirken zwar keine Wunder, haben unseren Hund aber im Nervenkostüm sehr gestärkt und somit ist auch das Selbstbewusstsein gewachsen.
Noch heute, fast zwei Jahre später setz ich sie hin und wieder ein, falls alte Verhaltensmuster mal wieder durchkommen.

Unbedingt beachten: Falls du es mit Bachbl. mal versuchen willst, hol dir auf jeden Fall den Rat von einem Experten ( Heilpraktiker, Tierpsychologe oder so)

LG Blinky
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Beantwortet 29, Sep 2005 von Anonym
Was auch prima hilft falls Du dazu bereit bist es zu versuchen ist kinesiologische Hilfe zu suchen.

Ich habe da mal was wirklich abgefahrenes erlebt mit.

Wir haben eine Hündin aus Frankreich die mit 4 Monaten zu uns kam und nur Angst hatte vor allem und jedem sie konnte nicht durch eine normale Tür ins Haus kommen sondern wir mußten im Wintergarten die 3 m Glaswand völlig beiseite schieben dass sie sich getraut hat, es war schlimm.

Die Kinesiologin kam ins Haus und hat den Hund getestet und fand heraus dass irgendein Ereignis kurz nach ihrer Geburt oder schon im Mutterleib den Hudn so verstört hat und sie jetzt autistische Züge hatte.

Sie hat dann enkoppelt wie sie dass nannte und Merdianenden beklopft und eine Bachblüte haben wir ihr gegeben.

Das ganze hat 40 Minuten gedauert und 50 Euro und der Hund steht auf schüttelt sich und kommt wedelnd an probiert alles aus wozu sie bis dahin zu blockiert war es war erstaunlich.
Damals war sie 1 Jahr alt.

Die Frau sagte es wird sicher noch 1-2 mal gemacht werden müssen weil mit der Zeit (6 Wochen meinte sie) neue Schichten hochkommen die man aber auch wieder so lösen kann.

Genauso war es und sie kam noch einmal und seitdem ist Ruhe.

Niemand weiß warum und es kam mir etwas affig vor aber dem Hund hat es super geholfen.

;)
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Beantwortet 29, Sep 2005 von Blinky (2,720 Punkte)
?( ups, wie geht das? Aber alles muß man auch nicht verstehen, Hauptsache es hilft.
An die Bachbl. habe ich auch nicht geglaubt( ist`n Wässerchen oder so) aber da ich meinem Hund helfen wollte...
Der Erfolg hat meiner Bekannten, welche sie mir empfohlen hat Recht gegeben.
Warum also nicht einfach mal was neues ausprobieren?
Ist die Kinesiologei sowas wie Telington-Tuch?

LG Blinky
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Beantwortet 29, Sep 2005 von Anonym
Nein es ist eine Heilmethode am besten googelst Du mal es ist echt nicht leicht zu erklären..
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Beantwortet 30, Sep 2005 von manee (38,820 Punkte)
@Blinky
Bachblüten haben wir schon ausprobiert, wir sollten Rescuetfopfen geben, 2x am Tag. Sowohl die aus der Apotheke als auch die Sondernfertigung kamen wieder raus, auch wenn wir es mit Futteraufnahme verbunden haben.
Durch Homöopathie haben wir den Durchbruch geschafft, dass sie sich überhaupt traute, Vertrauen zu uns aufzubauen.

@Katie
danke für den Tipp, da werde ich wohl mal googeln :]
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